Abgelegte Babysachen - wohin damit?

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Abgelegte Babysachen - wohin damit?

Alle jungen Eltern kennen das beflügelnde Gefühl, den kleinen Schatz einzukleiden. Doch besonders in den kleinen Grössen passen die Sachen einfach nicht besonders lange, manchmal ist schon nach 2 bis drei Monaten alles zu eng und zu kurz. Aber was soll man denn nur anfangen mit all den entzückenden Bodys, Stramplern, Jöppchen, Höschen, Shirts und Schlafanzügen?

Das brauchen wir bestimmt noch einmal…

In einigen Familien ist von vorneherein klar, dass es weitere Geschwister geben wird, anderenorts kommt beim frischgebackenen Elternglück einfach spontan Lust auf mehr Nachwuchs auf. In diesen Fällen ist es natürlich ratsam, die nicht mehr passenden Kindersachen einfach sauber zu verpacken bis zum nächsten Mal. Es soll sogar Eltern geben, die bewusst Kinderkleidung im Unisex-Stil kaufen, um die spätere Weiterverwendung zu sichern. Selbst wenn die eigene Familienplanung tatsächlich abgeschlossen ist, gibt es im Familien- oder Freundeskreis vielleicht Mütter, die demnächst entbinden und sich mit Sicherheit über einen Korb voller Babywäsche freuen - es muss ja nicht geschenkt sein.

Ab auf den Flohmarkt

Eine gute Möglichkeit, abgelegte Babysachen nochmals an den Mann - vielmehr ans Kind - zu bringen sind Flohmärkte. Viele Kinderbetreuungseinrichtungen veranstalten solche Märkte, bei denen in erster Linie Kindertextilien, Spielzeug und Babyausstattung den Besitzer wechseln. Zudem gibt es auch regelmässig grössere Trödelmärkte, auf denen das Angebot zwar von Armatur bis Zahnbürste reichen kann, die aber eben auch Eltern eine An- und Verkaufsplattform bieten. Diese Märkte werden in Zeitungen oder Lokalanzeigern, manchmal auch per Plakat oder Flyer angezeigt. Unter www.flohmarkt24.ch kann man sich umfassend über die geplanten Märkte in den einzelnen Regionen informieren. Je nach Marktgrösse unterliegt die Standmiete gewissen Schwankungen, wird aber fast immer nach der Länge des Standes berechnet.

Wir inserieren selbst

Wer sich nicht gern stundenlang hinter einem Marktstand aufhalten mag und im näheren Umfeld beim besten Willen keine Interessenten findet, kann auch selbst Inserate schalten. "Umfangreiches Textilienpaket für Jungen/Mädchen in Grösse…, überwiegend Sommer/Wintersachen, abzugeben" könnte ein typischer Text lauten. Natürlich sollte die Telefonnummer beigefügt werden. Man muss sich allerdings darauf einstellen, dass Interessenten Besichtigungstermine vereinbaren, sich alles anschauen und dann doch nichts mitnehmen oder keine Preiseinigung erzielt wird. Diese Variante eignet sich eher für grössere Einzelstücke, nach denen konkret gesucht wird, beispielsweise Fahrräder, (Zwillings-)Kinderwagen oder Hochstühle.

Versteigerung im Internet

Sehr beliebt sind auch Versteigerungen im Internet. Das Einstellen der Artikel ist allerdings - gerade bei grösseren Stückzahlen - etwas aufwändig, es empfiehlt sich, den Angeboten stets ein Photo zuzufügen. Nicht jedes Angebot wird einen Käufer finden, und man sollte sich vorher unbedingt überlegen, welchen Verkaufspreis man erzielen möchte. Anderenfalls kann es geschehen, dass man Lieblingsstücke für sprichwörtlich ein Butterbrot verkauft und sich darüber kräftig ärgert. Auch die Verpackungs- und Versandkosten dürfen nicht vergessen werden. Insofern eignet sich diese Methode am ehesten für hochwertige Markenstücke, bei denen die potentiellen Käufer den Wert der Ware gut einschätzen können.

Tun wir doch etwas Gutes

Wer in erster Linie an die vielen Kinder denkt, die einfach niemanden haben, der sich um ihre wettergerechte Kleidung oder passendes Schuhwerk kümmert, ist bei karitativen Einrichtungen an der richtigen Adresse. Die Gemeinde bzw. die Hilfsarmee können Auskunft darüber erteilen, ob, wo und welche Art Kindersachen benötigt werden. Sie nehmen sie gegebenenfalls auch entgegen und leiten die Sachen weiter. Die Kleiderzentrale der Schweizer Caritas in 6032 Emden ist hier ebenfalls der richtige Ansprechpartner für alle, die sicher sein möchten, dass die Kleiderspenden auch in die richtigen Hände kommen.

Zu guter Letzt…

Egal ob Flohmarkt, privater Tauschring oder Spende - in jedem Fall sollten die Sachen sauber und in Ordnung sein. Kinderkleider, die bereits von drei Kindern getragen wurden, taugen meist nur noch für den Müll. Daher sollte man jedes Stück eingehend prüfen und überlegen, ob man es wirklich noch weitergeben kann.

Text: Claudia Kelch