Der richtige Babysitter – wem vertrauen wir?

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Der richtige Babysitter – wem vertrauen wir?

Auch Eltern müssen sich einmal vom Elternsein erholen und brauchen kleine Ausbrüche aus dem anstrengenden Familienalltag, um wieder zu sich als Paar zu finden und Kraft zu schöpfen. Aber wohin mit dem heissgeliebten Nachwuchs in dieser Zeit? Ein Candlelight-Dinner funktioniert nun einmal nicht mit einem Babyhochstuhl am Tisch. Ein Babysitter muss her! Aber wer? Woher und wie?

Entscheidend bei der Babysitter-Suche: Die Ausgangsposition

Ganz entscheidend ist, in welchem Umfang die Betreuung durch den Babysitter notwendig ist. Für ein paar Stunden entspannten Shoppings übernimmt die befreundete Nachbarin mit eigenem Nachwuchs vielleicht die Aufsichtspflicht, bei einem mehrtägigen Ausflug sind aber eher vertraute Personen wie die Grosseltern der richtige Ansprechpartner. Dazu kommt das Alter des Kindes: Ein Säugling braucht ein vollkommen anderes Mass an Aufmerksamkeit und Fürsorge als ein schon relativ selbständiges Schulkind. Das Naturell der kleinen Personen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle – manche Kinder kommen hervorragend mit fremden Autoritäten zurecht, andere ertragen die Abwesenheit der Eltern nur schlecht und leiden sehr. Diese Aspekte bilden die Basis der Entscheidung, in wessen Hände man den eigenen Nachwuchs guten Gewissens geben will.

Ab zu Oma!

Auch wenn es anfangs sehr schwer fällt – manchmal müssen Mütter und Väter zu ihren eigenen Gunsten den Sprössling einfach loslassen. Ihn bei Oma, Opa, Tante oder Onkel abzugeben oder sich jene ins Haus zu holen, ist zunächst die einfachste Variante. Das interfamiliäre Vertrauen ist meist wesentlich ausgeprägter als das Verhältnis zu Freunden, Nachbarn und Kollegen. Zudem ist die Gefahr des Fremdelns relativ gering, denn das Kind bewegt sich ja innerhalb einer vertrauten Situation. Manch eine Familie kann (oder will) aber aus den verschiedensten Gründen nicht auf diese Option zurückgreifen. Auf eine Auszeit vom Familienalltag muss man aber trotzdem nicht verzichten.

Babysitter: Nachbarn und Freunde

In der Krabbelgruppe, bei der Tagesmutter, im Kindergarten, in der Schule, in der Nachbarschaft – überall knüpft man zwangsläufig und vor allem der Kinder halber Kontakte. Freundschaften zwischen Familien entstehen oft, weil die Junioren regelmässig gemeinsam durch den Sandkasten toben oder nach der Vorschule zusammenhocken. Grössere Kinder freuen sich bestimmt, wenn sie beim besten Freund übernachten dürfen – das Einverständnis dessen Eltern vorausgesetzt. Bei kleineren Kindern, die einen festen Schlafrhythmus haben, kann man vielleicht auch die Nachbarn bitten, das Babyphon für einen Abend zu beobachten und nach dem Rechten zu sehen. Voraussetzung ist hierbei jedoch stets, dass es sich um gelegentliche Freundschaftsdienste auf Gegenseitigkeit handelt und man wirklich ein gutes, freundschaftliches Verhältnis zueinander pflegt. Dieses kann nämlich unter dem Verdacht der  Ausnutzung sehr leiden. Das Kind sollte die Betreuungsperson unbedingt kennen und bestenfalls auch mögen.

Ein Anruf beim Profi

Eine weitere Option, sich ein paar freie Stunden zu ermöglichen, besteht in der Beschäftigung eines fremden Babysitters. Manche Tagesmütter bieten diesen Service an, aber auch Teenager und Studenten versuchen so ihr Taschengeld aufzubessern. Sie inserieren selbst oder lassen sich über Agenturen vermitteln. Es empfiehlt sich jedoch unbedingt, nicht erst in der letzten Sekunde nach einer geeigneten Aufsichtsperson zu fahnden, sondern schon im Vorfeld einen Schnuppertermin zu vereinbaren.

Leihomi gesucht!

Wer die Sache lieber selbst in die Hand nimmt und eventuell regelmässig auf einen Babysitter zurückgreifen möchte, inseriert am besten selbst. Im persönlichen Gespräch mit den Interessenten klärt sich schnell, ob die Chemie stimmt und die Eltern genug Vertrauen in die Sorgfalt und Zuverlässigkeit des Bewerbers haben. Vorhandene Erfahrungen oder Referenzen sind gut, aber ab dem dritten Lebensjahr sollte das Kind unbedingt ein Mitspracherecht haben.
 
Text: Claudia Eichhorn