Tipps und Tricks – So kommt ihr Kind zur Ruhe
Ein unruhiger Schlaf ist bei Kleinkindern nichts Ungewöhnliches. Allerdings stellen unruhige Nächte nicht nur Eltern, sondern auch das Kind selbst auf eine nervliche Belastungsprobe. Gut, wenn man einige Tipps und Tricks parat hat, die das Durchschlafen des Kindes fördern.
Ursachen für unruhige Nächte
Das Schlafverhalten des Kindes hängt vom Entwicklungsstand ab. Dieser ist jedoch individuell. Zusätzlich wird der Schlaf des Kindes noch von äusserlichen Faktoren beeinflusst: Ein neuer Zahn, ein erlebnisreicher Tag oder auch eine anstehende Krankheit können Ursache für akute Schlafstörungen des Kindes sein. Eltern sollten also nicht gleich den «Kopf verlieren», wenn es mal mit dem Durchschlafen nicht klappt. Wichtig ist auch zu wissen, dass die Einschlafkulisse des Kindes eine wichtige Rolle spielt.
Rituale zahlen sich aus
Eltern können das Durchschlafen des Kindes aktiv unterstützen. Beispielsweise haben sich feste «Zu-Bett-geh-Rituale» bewährt. Dazu zählen unter anderem eine Bilderbuchbetrachtung, feste Kuschelzeiten oder auch die Lieblingsserie des Kindes im Fernsehen, mit der ein Tag beendet wird. Diese Beispiele führen dazu, dass das Kind sich vom Tagesgeschehen beruhigt und abgelenkt wird.
Von einem strikten zu Bett schicken, weil das elterliche TV-Programm beginnt, muss man dringend abraten. Das Kind wird nicht zur Ruhe kommen und den berühmt-berüchtigten Einschlafdurst bekommen, der dann vom dringenden Toilettengang und eventuellen Hungerfühlen begleitet wird. Dieses können Eltern umgehen, indem sie einfach 30 Minuten an die eigentliche Schlafenszeit anhängen.
Das Bett als Erziehungsmittel?
Das Kinderbett ist der Schlafplatz des Kindes. Wenn ein Kind tagsüber das Bett als «Spielplatz» nutzt, wird es auch abends gerne im Bett spielen, anstatt zur Ruhe zu kommen. Auch ist das Kinderbett kein «Exil», in das das Kind bei eventuellen Unartigkeiten verbannt wird. Schlafen wird in diesem Fall schnell zu Bestrafung. Das Kind wird den Unterschied kaum erkennen, dass Schlaf ein wichtiger und positiver Teil des täglichen Lebens ist. Auch sind Berge von Kuscheltieren im Kinderbett tabu. Viele Kuscheltiere oder Spielzeuge bedeuten auch immer viel Ablenkung. Eher sollte man sich auf ein bestimmtes Kuscheltier oder Kuscheltuch einigen.
Viele Kinder haben Angst im Dunkeln, deshalb sollte man ein «Schlummerlicht» im Kinderzimmer verwenden, das dem Kind hilft, sich nach aufregenden Träumen im eigenen Zimmer zu orientieren und so das Wiedereinschlafen fördert.
Fazit
Wer sein Kind mit einer entspannten Atmosphäre und festen, individuellen Ritualen zur Ruhe bringt, bereitet nicht nur dem Kind einen guten Schlaf. Auch die Eltern können so auf einen ungestörten Schlaf hoffen.
Text: Daniel D. Eppe