Was tun bei wundem Babypo?
Das Tragen von Windeln beansprucht die zarte Haut eines Babys rund um den Po ganz gewaltig. Ihr Liebling ist schliesslich fast rund um die Uhr in Windeln verpackt und somit viel Nässe ausgesetzt. In diesem feucht-warmen Klima kann die Haut nur sehr begrenzt atmen. Trotz genauester und liebevollster Pflege kann es da schon mal passieren, dass der Nachwuchs im Laufe seiner «Windelkarriere» einen wunden Po bekommt. Dies ist natürlich kein Grund zur Panik. Um Ihrem Baby unangenehme Rötungen und Jucken im Bereich des Popos zu ersparen, empfehlen sich einige (vorbeugende) Massnahmen.
Das SOS-Programm
- Wechseln Sie die Windeln Ihres Nachwuchses öfter als sonst.
- Reinigen Sie den Po nur mit klarem Wasser und einem frischen Waschlappen. Verzichten Sie auf spezielle Reinigungstücher - diese würden die Haut nur unnötig reizen.
- Entfernen Sie Reste vom Stuhl oder angetrocknete Salbe mit einem speziellen Babyöl auf Pflanzenbasis.
- Trocknen Sie die Haut des Babys nach der Reinigung gründlich ab, beachten Sie auch die Stellen in den Hautfalten mit besonderer Sorgfalt.
- Tragen Sie anschliessend eine zinkhaltige Salbe dünn auf, Zinkoxid wirkt entzündungshemmend und beugt weiterem Wundwerden vor.
- Frische Luft wirkt hilfreich und «Unten ohne» finden Babys ganz toll! Lassen Sie das Kleine nach dem Saubermachen ausgiebig nackig strampeln.
- Windeleinlagen aus Seide wirken nicht nur angenehm beruhigend und kühlend, sondern fördern gleichzeitig die Wundheilung gereizter Haut.
- Wenn Sie Ihr Kind stillen, empfiehlt es sich, die eigene Ernährung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Babys reagieren auf bestimmte Nahrungsmittel, auch wenn nur die Mutter diese zu sich nimmt, empfindlich und mit wundem Po. Paprika, Tomaten oder Zitrusfrüchte können unter Umständen Gründe für eine gereizte Haut darstellen.
Windelpilz und Ausschlag
Ein Po sieht rot! Windelpilz und Ausschlag deuten nicht zwangsläufig auf mangelnde Sauberkeit hin, ein ganz banaler Grund kann sein, dass Ihr Baby die Windel einfach nicht verträgt! Oft lohnt sich hier ein Wechsel des Herstellers. Es könnte aber auch sein, dass das Baby ein noch zu schwaches Immunsystem besitzt. Windelpilz beschränkt sich nicht auf die ersten Lebensmonate, sondern kann die ganze Windelphase über auftreten.
Achtung: Übertragungsgefahr!
Stark gerötete Haut im Bereich des Pos, gepaart mit weissen Belägen und Pusteln ist ein Anzeichen für eine Pilzinfektion. Da auch weisse Beläge in der Mundhöhle auf eine solche hindeuten können, sollte der Mund des Babys beobachtet werden. Eine sogenannte Soor-Salbe kann hier zwar Abhilfe schaffen, bei Verdacht auf eine Pilzinfektion sollte auf jeden Fall der Kinderarzt befragt werden. Befindet sich das Baby noch in der Stillphase, so kann der Pilz auch auf die Brust der Mutter übertragen werden. Da sich dieser Pilz durch Feuchtigkeit (beispielsweise Urin) ausbreitet, können verunreinigte Schnuller oder Milchflaschen ebenfalls zu den Überträgern gehören. Ist die Haut des Babys am Po bereits wund, kann sich der Pilz dort besonders gut und schnell einnisten.
Text: Sabine Trach