Zahnhygiene bei Babys und Kleinkindern

Bewerte diesen Artikel

1 Bewertung

 

Zahnhygiene bei Babys und Kleinkindern

In den ersten Lebensjahren liegt die Zahngesundheit eines Menschen in den Händen der Eltern. Die Annahme, dass die "Milchzähne" von Kleinkindern keiner besonderen Pflege bedürfen, da diese ja ohnehin ausfallen, ist - Gott sei Dank - längst überholt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen nämlich deutlich, dass es einen Zusammenhang zwischen Karies im Milch- und bleibenden Gebiss gibt. Bei Babys und Kleinkindern eine vernünftige Zahnpflege durchzuführen ist mit Sicherheit nicht einfach, ein paar Tipps und Tricks können aber nicht nur zur Vorbeugung von (späteren) Zahnproblemen beitragen, sondern auch ganz wesentlich zu deren Erleichterung.

Wichtig für die Zähne: Die Stillzeit

Eltern wollen für Ihr Kind mit Sicherheit nur das Beste. Daher ist es ratsam, das Kind in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten voll zu stillen. Natürlich ist ein zusätzliches Stillen auch danach noch sinnvoll, aber nur zu festen Zeiten. Denn ein Einschlafen an der Brust oder mehrmaliges nächtliches Stillen ist Gift für die bereits vorhandenen Zähnchen. Beachten Sie: Nacht- und Ruhephasen sind nicht zum Trinken, sondern zum Schlafen da!

Vermeiden Sie zuckerhaltige Obstsäfte

Obstsäfte wie beispielsweise Apfelsaft sind für eine gesunde Ernährung nicht notwendig. Alle wertvollen Bestandteile von Obst stecken in der ganzen Frucht und nicht im daraus produzierten Saft. Zudem enthalten Obstsäfte viel Fruchtzucker und Säure. Auch Gemüsesäfte wie Karottensaft sind trotz dem Hinweis "ohne Zuckerzusatz" meist schlecht für die Zähne. Bevorzugt werden sollten ungesüsster Tee oder Mineralwasser. Des Weiteren sollten Sie beim Kauf von Nuckelflaschen darauf achten, dass diese aus Glas sind. Plastikflaschen für die "Selbstbedienung" des Kleinen haben im Bett oder im Kinderwagen nichts verloren.

Die Pflege beginnt mit dem ersten Milchzahn

Bereits das erste Milchzähnchen möchte gepflegt werden! Hier können Sie mit einer kleinen, weichen Zahnbürste beginnen, wobei Mama und Papa sich diese Aufgabe teilen sollten. Einer ist am Morgen dran und bürstet die Zähne des Nachwuchses in der Früh und einer vor dem Schlafengehen. Achten Sie drauf, vor dem Zubettgehen eine erbsengrosse Menge Kinder-Zahnpaste auf die Bürste aufzutragen. Nach dem Zähneputzen gibt es dann nichts mehr Süsses zu essen oder zu trinken.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

Kontrollieren Sie immer wieder mal die Zähne Ihres Kindes. Schieben Sie die Oberlippe nach oben und schauen Sie, ob die Schneidezähne sauber sind oder Zahnbelag zu sehen ist. Vergessen Sie nicht, dass Sie als Erziehungsberechtigter den Grundstein für eine lebenslange Zahngesundheit und zahngesunde Ernährung legen. Beginnen Sie möglichst frühzeitig damit, darauf zu achten, möglichst stark zucker- oder kalorienhaltige Getränke und Speisen zu meiden. "Gesunde Produkte für Zwischendurch", die uns die Werbung meist sehr attraktiv präsentiert, sollten sehr kritisch betrachtet werden. Denken Sie daran, dass sich die Hersteller dieser Produkte über einen hohen Umsatz freuen und nicht unbedingt an die Zahngesundheit Ihres Nachwuchses denken.

Text: Sabine Trach