Ihr Baby ist 1 Monat alt

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Ihr Baby ist 1 Monat alt

Die Entwicklung des Kindes

Das Neugeborene muss sich in seiner neuen Umgebung zurechtfinden, das ist sehr anstrengend und deshalb wird es sehr viel schlafen. 16 bis 17 Stunden, unterteilt in ungefähr acht Abschnitte, braucht es in seinen ersten Lebenswochen an Schlaf. Dazwischen will es rund um die Uhr gefüttert werden. Es muss sich an den Verzicht auf die warme, weiche Umgebung des Mutterleibes langsam gewöhnen, deshalb sollten Sie es noch in weiche Decken hüllen und ihm so Schutz vermitteln.
 
In den kurzen Zeitabschnitten zwischen Schlafen und Essen nimmt Ihr Baby seine Umwelt bereits wahr und lernt dabei. Seine Sicht ist noch sehr verschwommen und begrenzt, Farben kann es noch nicht unterscheiden, sondern nur den Kontrast Schwarz und Weiss. Mittelpunkt seiner kleinen Welt ist dabei das Gesicht über ihm, das es fasziniert fixiert. Alles andere darum herum verschwimmt für das Baby in Schleiern. Nehmen Sie es deshalb ganz nahe an sich heran und lassen es Ihre Mimik studieren und kennenlernen. Ziehen Sie die Augenbrauen hoch, strecken Sie die Zunge heraus – Sie werden ganz aufmerksam beobachtet!
 
Reden Sie mit Ihrem Baby, denn auch Geräusche kann es wahrnehmen. Am Ende des ersten Monats beginnt die Hälfte der Babys bereits auf diese Geräusche zu reagieren und mit kleinen Oooohs und Aaaaahs zu antworten.
 
Und es kann nach vier Wochen seinen kleinen Kopf soweit beherrschen, dass es ihn leicht heben kann. Diese bewussten Momente, in denen das Neugeborene seine Umwelt wahrnimmt und lernt, sind noch sehr kurz. Keine Angst, Sie können Ihr Baby nicht überfordern, nutzen Sie die wachen Momente zum Spielen und Kommunizieren. Wenn es genug ist, merken Sie es daran, dass der Winzling nicht mehr reagiert und dahindämmert.

Das Leben der Eltern

Ihr Lebensrhythmus ändert sich schlagartig mit der Geburt und passt sich dem Schlaf- und Wachrhythmus des Babys an. Ihr Baby verlangt rund um die Uhr nach Nahrung, egal, ob Sie Stillen oder mit der Flasche füttern. Planen Sie in diesem ersten Monat so wenig wie möglich an Besuchen und Terminen vor, bis Sie sich auf die neue Situation eingestellt haben und der Rhythmus Ihrer Babys sich einpendelt. Aber machen Sie sich nicht zu viele Sorgen: Ihr Baby ist robuster als Sie denken! Auch der Partner sollte bereits in diesen ersten Wochen nicht ausgeschlossen werden, selbst wenn das Baby gestillt wird und er nicht beim Füttern helfen kann, gibt es genug Möglichkeiten für ihn, beim Wickeln oder sanften Babymassagen eine Beziehung zu seinem Sprössling aufzubauen.

Tipp für die Eltern

Keine Frage, im Mittelpunkt steht jetzt das Baby und chronischer Schlafmangel prägt Ihren Alltag. Aber verzichten Sie nicht auf kleine Momente der Partnerschaft, die wichtig für Ihre Paarbeziehung sind. Sie haben eine gemeinsame Lieblingssendung? Verzichten Sie jetzt nicht darauf, sondern nehmen Sie sie auf und schauen sie während der Schlafzeiten des Babys an.
 
Text: Petra Kaiser