Ihr Baby ist 24 Monate alt

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Ihr Baby ist 24 Monate alt

Die Entwicklung des Kindes

Wenn Sie mit Ihrem Kind reden, haben Sie jetzt oft den Eindruck, eine richtige Unterhaltung zu führen: Sie fragen, Ihr Kind antwortet, Sie haben Einwände oder Ergänzungen, Ihr Kind erwidert. Ihr Kind beginnt, einfache Sätze zu bilden und aus den Zweiwort- werden Dreiwortsätze: «Ich auch haben» oder «Bär nicht mit». Da es sich jetzt als eigenständige Person begreift, kann es mit dem «Ich» ausdrücken, was es will, was es mag und was es tut. Wenn Ihr Kind jetzt als Lieblingswort «Warum» auserkoren hat, kann es den Grund haben, dass es sich wirklich für eine Ursache interessiert, meistens haben die Kinder aber nur entdeckt, dass nach einer Warum-Frage eine schöne lange Antwort kommt!
 
Beim Bücheranschauen oder Spielzeugsortieren kann Ihr jetzt fast Zweijähriges in Kategorien denken und Gruppen bilden. Nach Farben und Formen sortiert es die Spielsachen vielleicht schon länger, aber wenn Sie jetzt ein Bilderbuch anschauen und bitten: «Such alle Katzen», dann wird auf jede Katze im Buch zeigen und Sie beim Umblättern immer gleich darauf aufmerksam machen. Abstrahieren kann das kleine Gehirn aber noch nicht, Aufgaben wie «Suche die schönste Blume» kann es also noch nicht bewältigen.
 
Den Unterschied zwischen Mann und Frau nimmt ein Kleinkind in diesem Alter bereits wahr und Mädchen beginnen oft, das Verhalten von Frauen zu imitieren und Jungen das von Männern. Wenn Sie Ihr Kind beobachten, wie es seine Geschlechtsorgane untersucht, hat das allerdings nichts damit zu tun oder mit Sexualität. Es interessiert sich dafür wie für seinen Fussnagel oder seine Ohren. Machen Sie kein riesen Tamtam darum, sondern lenken Sie es einfach ab. Ihr Kind lernt mit der Zeit durch Beobachtung und Vorbilder, was es wann tun kann und was nicht in die Öffentlichkeit gehört, sondern in den geschützten Bereich zuhause.

Das Leben der Eltern

Die richtige Entscheidung bei der Auswahl des Urlaubs mit Kleinkindern zu treffen ist nicht so einfach. Viele Familien entscheiden sich in dieser Familienphase für eine Ferienwohnung. So ist man unabhängig von festen Essenszeiten und es gibt keine Probleme mit Gerichten, die dem Kleinkind nicht schmecken. Beim Zubettgehen in der fremden Umgebung können sich die Eltern im benachbarten Wohnzimmer oder auf der Terrasse aufhalten, ohne das Kind zu stören und sind doch greifbar, wenn es Einschlafprobleme gibt.
 
Eine gut ausgestattete Ferienwohnung, in der idealerweise auch eine Waschmaschine steht, kann man ausserhalb der Ferienzeiten, an die Sie mit Ihrem Kleinkind ja noch nicht gebunden sind, oft wesentlich günstiger mieten. Damit Sie auch im Urlaub Zeit für sich haben und um Unternehmungen auch einmal ohne Kind geniessen zu können, kann es ideal sein, sich mit einer befreundeten Familie zusammenzutun und gemeinsam in Urlaub zu fahren. So kann man sich gegenseitig abwechseln beim Babysitten und ist nicht gezwungen, alle Zeit miteinander zu verbringen.

Tipps für die Eltern

Beschäftigen Sie Ihr Kind beim Einkaufen im Supermarkt rechtzeitig, um Trotzanfällen oder Quengeleien vorzubeugen. Spielen Sie vielleicht Bilder suchen: Suchen Sie nach Packungen und Produkten, auf denen z.B. Menschen abgebildet sind. Sobald Ihr Kind die Farben unterscheiden kann, liebt es das Spiel «Ich sehe was, was Du nicht siehst, und das ist … blau».
 
Text: Petra Kaiser