Fastfood – Generell ungesund fürs Kind?
Zeit ist kostbar und grundsätzlich Mangelware. Niemand hat zu viel Zeit. Es ist geradezu «in» unter Stress zu stehen. Das wirkt sich nicht nur ungesund auf das Leben von Erwachsenen aus, sondern greift auch in das Leben des Nachwuchses ein. Alles muss schnell gehen und selbst für Grundbedürfnisse wird die Zeit knapp bemessen. Das beste Beispiel: Das Essen.
Fastfood
Vorsicht: Fastfood findet sich nicht nur im Schnellimbiss an der Ecke. Unter Fastfood fasst der Fachmann eigentlich alles zusammen, was dem Körper innerhalb kürzester Zeit sehr viel Energie liefert. Das sind nicht nur Burger & Co., sondern auch das belegte Fischbrötchen, die Rostbratwurst oder auch das praktische Schnellgericht aus der Dose. Auch die heute überall erhältlichen schnellen italienischen Nudelgerichte, deren Zutaten kartonfertig kurz aufgekocht werden, fallen streng genommen in die grosse Familie des Fastfoods.
Vorteil: Zeitersparnis
Der einzige Vorteil des Fastfoods liegt in der schnellen Zubereitung und dem noch schnelleren Verzehren. Doch gerade für Kinder wandelt sich der Vorteil schnell in einen Nachteil. Der Körper weiss beim kalorienschweren Burger oder den beliebten Pommes Frites nicht, wofür er den plötzlichen Energieschub einsetzen soll. Da das Kind zudem oft noch grossen Hunger hat, speichert der Körper die überschüssige Energie für den nächsten vermeintlichen Engpass: Das Kind wird dick.
Chemische Bombe Fastfood
Neben dem hohen Gehalt an Fett, Zucker und anderen Dickmachern, besteht Fastfood vor allem aus Zusatzstoffen, die spezialisierten Geschmack-Labors entspringen. Dass diese appetitanregenden Geschmacksverstärker bei Kindern auch Allergien hervorrufen können, ist mittlerweile allgemein bekannt. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass das Kind das Schmecken verlernt. Viele Kinder können beispielsweise nicht mehr den Geschmack von Erdbeeren und Kirschen unterscheiden.
Fastfood verbieten?
In den letzten zwanzig Jahren hat sich in Westeuropa eine regelrechte Kultur des schnellen Essens entwickelt. Deshalb wäre es falsch, seinem Kind die bunte Welt des Fastfoods generell vorzuenthalten. Wichtig ist es für Eltern, dass sie wissen, was Fastfood für Gefahren mit sich bringt. Deshalb ist beim Thema Burger und Pommes Frites Masshalten angesagt.
Fazit
Wer darauf achtet, dass sein Kind regelmässig isst, sich viel bewegt und sich abwechslungsreich (auch mit Rohkost) ernährt, darf ruhigen Gewissen den Schnellimbiss in der Nebenstrasse besuchen. Wer zusätzlich aufpasst, dass man nicht völlig hungrig ein Fastfoodlokal aufsucht, kann eigentlich nichts falsch machen. Ausserdem erhält man so den Charakter der «angenehmen Ausnahme», auf die sich ein Kind freuen kann – ob beim italienischen Kartongericht oder dem Familienmenü nach amerikanischem Vorbild.
Text: Daniel D. Eppe