

Die meisten Menschen empfinden die Vorweihnachtszeit als wahren Stress. Dabei hat diese Zeit eine ganz tiefe, besinnliche Bedeutung. Es ist das «Fest der Liebe», das der Geburt von Jesus gedenken soll.
Der Grund, wieso man Weihnachten überhaupt feiert ist die Geburt Christi in einem Stall in Bethlehem vor über 2000 Jahren:
Maria und Josef mussten zur Volkszählung nach Bethlehem reisen, und weil sie wegen dem grossen Andrang keine Unterkunft mehr fanden, nächtigten sie in einem Stall. Maria die hochschwanger war, gebar dort Ihren Sohn Jesus. In dieser Nacht, ist nach dem Glauben der Christen Gott zum Menschen geworden, um die Menschen zu erlösen und ihnen auf diesem Wege nahe zu sein. Deshalb wird die Geburt Christi als Fest der Liebe und Versöhnung gefeiert. Der Stall mit der Krippe, dem Jesukind, Maria und Josef, Ochse und Esel sind zum Symbol geworden.
Der 25. Dezember wurde im Jahr 336 in Rom als kirchlicher Weihnachtsfeiertag festgelegt. Wie es genau zu diesem Datum kam, ist nicht sicher. Heute wird Weihnachten weltweit als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken gefeiert. Doch dieser Brauch wurde erst 1535 von Martin Luther initiiert, der vor allem die Aufmerksamkeit der Kinder von der ursprünglichen Geschenksitte am Nikolaustag (6. Dezember) auf Weihnachten lenken wollte. Der «Samichlaus» hat eigentlich gar keinen Zusammenhang mit Weihnachten.
Mit der Zeit kamen immer weitere Bräuche hinzu. Die Krippenspiele, zur Darstellung der Weihnachtsgeschichte entwickelten sich im 11. Jahrhundert. Dabei entstand im 16. Jahrhundert die Tradition des Weihnachtsbaumes. Damals stand er in den Krippenspielen symbolisch für den Apfelbaum im Paradies, wegen dem Adam und Eva verbannt wurden und so die Erlösung durch Christus nötig machte. Der Adventskranz hatte 1839 seinen Ursprung und Adventskalender und Weihnachtsmann kamen erst im Laufe des 19. Und 20. Jahrhunderts dazu.
Weihnachten wird oft als die schönste Zeit des Jahres beschrieben.
Man läuft durch die Strassen und egal wo man hinschaut, überall Weihnachtsbeleuchtung, festlicher Schmuck und glitzernde Dekorationen. Kinder wie auch Erwachsene verbinden Weihnachten mit einer Vielzahl an herrlichen Bräuchen. Angefangen beim Schokoladen-Adventskalender, bei dem vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Türchen geöffnet wird. Viele Familien zünden auch jeden Sonntag eine Kerze am Adventskranz an. Weihnachtsbasteleien und Guezli backen sind sowieso die schönsten Rituale und auch der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehört unbedingt dazu. Immer wieder aufregend für Kinder ist der Besuch vom Samichlaus mit seiner Liste über gute und schlechte Taten. Höhepunkt ist schliesslich der Weihnachtsabend, wenn der Christbaum leuchtet, Lieder gesungen und Geschenke ausgepackt werden.
Für Kinder ist es allerdings durchaus spannend, dass hinter Guezli, Weihnachtsbaum und Geschenken eine Geschichte und Bedeutung steht. In vielen Familien werden deshalb auch liebevoll Krippen aufgestellt. Kinder können so die Weihnachtsgeschichte spielerisch erleben und die Bedeutung verstehen. Die ärmlichen Verhältnisse in denen Jesus auf die Welt kam vermitteln Gottes Stellenwert von Arm und Reich und machen Jesus zu einem Vorbild weil er sich mit viel Courage für die Armen und Aussenseiter der Gesellschaft einsetzte. Ausserdem gehen am 24. Dezember viele Familien, egal ob gläubig oder nicht, in die Kirche, und schauen sich das alljährliche Krippenspiel an.
Der Faszination von Weihnachten kann sich praktisch keiner entziehen. Es ist jedes Jahr etwas Besonderes und jedes Mal anders. Das ist ja das geheimnisvolle an dieser Zeit.