Familie werden - Eltern sein

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Familie werden - Eltern sein

Sich der Elternschaft zu stellen, ist nicht immer einfach: Es kann ohne Übertreibung als eine echte Herausforderung bezeichnet werden. Auch wenn das Elternsein vom ganzen Herzen gewünscht wird, bedeutet es dennoch einen nicht zu unterschätzenden Kraftakt für die Eltern. Sowohl kurz nach der Geburt, aber auch Jahre danach bis hin zum Teenager-Alter der Kinder wird von den Eltern eine Menge abverlangt. Doch eines ist gewiss: Das Gefühl, die Elternschaft wachse einem über den Kopf, haben sehr viele Eltern. Doch wie können Eltern mit Gefühlen dieser Art umgehen und den Kindern trotzdem noch ein zu Hause bieten, in dem sie sich geborgen fühlen?

Plötzlich ist alles anders

Das Elternsein verändert zweifelsohne das ganze Leben. Der gesamte Tagesablauf ändert sich plötzlich, das Verhältnis zum Partner ordnet sich neu. Viele Paare klagen darüber, dass das Sexleben nach der Geburt eines Kindes und darüber hinaus oftmals völlig einschläft. Oder man streitet sich um die Aufteilung der Hausarbeit oder beklagt sich darüber, dass man für Freunde plötzlich gar keine Zeit mehr hat. Viele Eltern, insbesondere Frauen, quälen sich mit dem Gefühl, nie fertig zu werden und balancieren knapp am Rande der Erschöpfung. Fragen wie: «Sind wir wirklich gute Eltern für unsere Kinder?» oder «Wie können wir den Alltag als Familie gemeinsam glücklich meistern?» sind vorprogrammiert.

In die Elternschaft hineinwachsen

Es ist keine Schande, gewisse Schwierigkeiten mit der Elternschaft zu haben. Deswegen ist man noch lange keine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater. Elternsein ist kein Lehrberuf, sondern eine Lebensaufgabe, in die man langsam und mit fortschreitender Erfahrung hineinwächst. Die meisten Eltern wachsen mit der Geburt des Babys langsam in ihre neue Rolle. Eine gewisse «elterliche Intuition» entsteht, das heisst die Fähigkeit, sich liebevoll auf die Bedürfnisse des Kindes einzustellen. Doch die Bedürfnisse ändern sich mit fortschreitendem Alter der Kinder.

Eine starke Familienbande aufbauen

Wo Menschen auf engsten Raum zusammenleben, stossen unterschiedliche Vorstellungen, Meinungen und Interessen aufeinander. Konflikte sind aufgrund dieser Tatsache oftmals vorprogrammiert. Die Aussage: Je grösser die Kinder, umso grösser die Sorgen, lässt sich von vielen Eltern bestätigen, wobei mit Sicherheit jede Entwicklungsphase spezielle Anforderungen an die Eltern stellt. Vorprogrammiert ist allerdings nicht, wie man mit diesen Konflikten in der Familie umgeht. Sorgt man für eine faire und konstruktive Lösung der Probleme oder wird mit Gewalt vorgegangen? Diese Frage kann sich jedes Familienmitglied selbst beantworten. Zahlreiche Studien belegen, dass intakte Familien für die psychische und soziale Entwicklung der Kinder das A und O bedeuten und unverzichtbar sind. Kinder sollten in einer Umgebung aufwachsen, die ihnen ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit gibt. Die Familie sollte ein Ort sein, der sich durch gegenseitige Liebe, Respekt, Zuneigung und Wärme auszeichnet.
 
Eine Familie ist man nicht von heute auf morgen. Ein Kind ist sehr schnell in die Welt gesetzt. Es zu einem jungen Erwachsenen heranzuziehen, auf den man richtig stolz sein kann, ist eine wahre Herausforderung. Lassen Sie Ihre Kinder in der schwierigen Zeit des Heranwachsens nicht allein und seien Sie immer für sie da. Die Bande, die in dieser Zeit entsteht, wird nie entzwei reissen.
 
Text: Tina Voss