Weihnachtsguetzli backen mit Kindern

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Weihnachtsguetzli backen mit Kindern

Leckere Plätzchen, Früchtebrote und Guetzli gehören zur Weihnachtszeit ebenso dazu wie der festlich geschmückte Baum und die Geschenke. Natürlich kann man in der schönsten aller Jahreszeiten das passende Backwerk überall kaufen, aber gerade für Kinder ist das Selbermachen (und Selbervernaschen) ein unvergessliches Ritual, an das sie sich noch lange erinnern können.

Die Basics zum Guetzli backen mit den Kids

Guetzli Backen mit Kindern macht Spass, aber es sorgt auch für jede Menge Unordnung und Kleckerei in der Küche. Daher sollte man sich wappnen für allgegenwärtiges Mehl, klebrigen Zuckerbelag am Boden, Teig an der Wand und im Haar. Perfektion wird es an diesem denkwürdigen Tag eher weniger geben, dafür sollten Freude und Stolz im Vordergrund stehen. Auch wenn es schwer fällt – nicht so viel schimpfen, sondern eher mal über ein Missgeschick lachen. (Sonst macht sich schnell Frust breit…) Mit sauberen Händen, gebändigter Frisur, eigener Schürze und gut vorbereiteten Zutaten und Utensilien geht es in die grosse Weihnachtsguetzli-Schlacht!

Backen mit den Kleinsten

Um das dritte Lebensjahr herum interessieren sich die meisten Kinder sehr für alle Tätigkeiten der Grossen und imitieren sie gern – Küchenarbeit bildet keine Ausnahme. Da Kindergarten- und Vorschulkinder noch nicht viel Geduld haben, sich aber dennoch schnell tolle Ergebnisse wünschen, bieten sich bereits vorbereitete Teigmengen an. Ob aus dem Tiefkühlregal oder schneller Mürbeteig – das Grundmaterial ist schnell ausgerollt und benötigt meist nur wenige Minuten Backzeit. Dann kommt das grosse Vergnügen des Ausstechens. Bestenfalls  hat der kleine Zuckerbäcker einen eigenen Arbeitspatz und eigene Gerätschaften - so kann man gleich alles nachmachen, was man bei Mama sieht. Es ist ratsam, die Kinder einfach einmal unbeeinflusst werkeln zu lassen – Osterhasen- und Schmetterlingsformen, freihändig gerollte Knäule oder schlichte Tassenkreise schmecken genauso gut wie Sterne und Glocken.

Dekorieren nach Lust und Laune

Ohne die passende Verzierung ist natürlich jedes Guetzli nur ein schnödes «Teigdings». Richtig festlich wird es erst mit Mandeln, Streuseln und Co. Auch das Bepinseln mit Eigelb oder Sahne kann man den Kleinen ruhig überlassen und dabei einfach grosszügig über Kleckse und Spritzer hinwegsehen. Einige Zutaten wie Nüsse, Marmelade und Hagelzucker gehören vor dem Backen auf den Teig, aus bunten Zuckerstreuseln wird eine herrlich knackige, quietschbunte Glasur. (So können die Streusel sich später auch nicht mehr unerlaubt vom Gebäck entfernen und die Wohnung vollkrümeln.) Puderzucker, bunte Zuckerschrift oder Kuvertüre sollte man lieber nach dem Auskühlen anbringen. Ansonsten können sich die Kleinen hier prima austoben – schön ist, was gefällt! Im Zweifelsfall werden sie es ja schliesslich auch selbst aufessen.

Anspruchsvoll mit den Grösseren

Schulkinder haben vielleicht schon etwas Erfahrung beim Weihnachtsguetzli backen und sind meist auch etwas geduldiger. Sie überstehen Wartezeiten, in denen ein Teig eben ruhen muss und sind oft mit etwas mehr Ausdauer und Engagement bei der Sache. Daher kann man sich nun schon an etwas anspruchsvollere Rezepte wie z.B. Terrassenplätzchen wagen. Das traditionelle Lebkuchenhaus ist eine Herausforderung, die 7 bis 12jährige mit Unterstützung durchaus meistern können. Auch das Hantieren mit Spritzbeuteln oder Plätzchenpresse beschert Erfolgserlebnisse. Schlichte Formen werden vielleicht mit Namen verziert, oder man versucht sich an essbarer Tischdeko. Spassige, vielleicht saisonuntypische Guetzliformen lassen sich als Pappschablone gut selbst vorbereiten. Bei allem Geschick und Ehrgeiz sollte sich aber auch bei den Grösseren die Freude nicht in heissen Dunst auflösen, wenn eben mal was schiefgeht.

Geheimtipp für den Notfall

Keine Zutaten im Haus oder keine Lust aufs Backen?
Unser Spezialtipp: Man klebe mit Zuckerguss ein kleines Biscuits (z.B. Hug Crema) auf einen Butterkeks (als Bodenplatte), klebe zwei Kekse als Dach schräg darüber und platziere ein Gummibärchen davor. Die Aussenseiten noch schön verzieren mit Smarties, Nüssen, Streusel, Zuckerperlen, kleine Kekse etc. – fertig ist ein originelles Mini-Weihnachts-Haus!
 
Text: Claudia Kelch