
Damit wird ein Kaiserschnitt bezeichnet, der durchgeführt wird, bevor die Wehen angefangen haben. Das kann medizinische Gründe haben, z.B. bei einer Beckenendlage oder andere anatomische Besonderheiten. Aber auch der Wunschkaiserschnitt gehört dazu, wenn sich die Mutter gegen eine natürliche Geburt entscheidet. Solche Operationen finden meist 10-14 Tage vor dem errechneten Termin statt.
Ein Kaiserschnitt nach Wehenbeginn nennt man sekundär. Eine solche Operation wird nötig, wenn unter der Geburt Komplikationen bei Mutter und/oder Kind auftreten.
Das kann sowohl primär wie auch sekundär passieren und bezieht sich einzig auf die Dringlichkeit der Operation, wenn unmittelbare Gefahr für Mutter und/oder Kind besteht.
Wir haben heute das grosse Glück, in schwierigen Situationen per Kaiserschnitt Kinder gesund zur Welt zu bringen. Doch für Frauen, die mit dem Gedanken spielen, durch einen Kaiserschnitt eine schmerzfreie Geburt zu haben, gibt es genügend Erfahrungsberichte, die das widerlegen. Zwar gibt es keine Presswehen oder Dammrisse durchzustehen, aber das Ganze ist eine tiefe Bauchoperation mit den entsprechenden Risiken und Schmerzen. Einerseits ist das Setzen der Narkose nicht schmerzlos, andererseits kommen die Wundschmerzen nach der Operation dazu. Oft dauert es einige Zeit, bis man wieder ohne Hilfe aufstehen oder das Kind halten kann. Was ein Kaiserschnitt für das Kind bedeutet, kann niemand mit absoluter Sicherheit erklären, doch vieles deutet darauf hin, dass die Geburtsart zur Mutter-Kind-Beziehung beiträgt.