Empfängnisverhütung nach der Geburt

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Empfängnisverhütung nach der Geburt

Das Letzte, was die meisten Frauen kurz nach einer Geburt erleben möchten ist, gleich wieder schwanger zu werden. Solange der Wochenfluss - der krankheitserregende Keime enthält - nach der Entbindung anhält, sollte auch auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Sobald dieser jedoch vorbei ist, und man als Frau Lust auf Sex verspürt, sollte möglichst rasch mit dem Partner über eine Empfängnisverhütung gesprochen werden.

Stillen als Empfängnisverhütung?

Lange galt das Stillen als sicherer Empfängnisschutz. Voraussetzung hierbei ist jedoch, dass man noch keine Periode hatte. Auch die Stillfrequenz spielt eine erhebliche Rolle. Wird mit dem Stillen länger als 5-6 Stunden ausgesetzt, ist die Empfängnisverhütung in Gefahr! Durch das Stillen ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zwar geringer, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass doch ein Eisprung stattfindet. Da die meisten Mütter ihr Baby jedoch stillen möchten, stellt sich die Frage, welche Verhütungsmethode gewählt wird, da nicht jede geeignet ist.

Die Anti-Baby-Pille

Rund 40% der Frauen in Europa verhüten mit der Anti-Baby-Pille. Doch Vorsicht: Für stillende Mütter ist die Pille nicht geeignet, da die Hormone in die Muttermilch übergehen, was sich schädlich auf das Baby auswirken könnte. Geeignet sind eher Minipillen, die nur ein Gelbkörperhormon enthalten. Diese wirken sich nicht auf die Muttermilch aus, haben aber den Nachteil, dass sie regelmässig und nach Möglichkeit immer zur gleichen Stunde eingenommen werden müssen. Die Minipille eignet sich auch hervorragend, wenn später weiterer Nachwuchs geplant ist.

Die 3-Monatsspritze

Mit der 3-Monatsspritze, bei der das Gelbkörperhormon in Abständen von 3 Monaten injiziert wird, kann ebenso während der Stillzeit verhütet werden. Doch Vorsicht: Ist weiterer Nachwuchs nach kurzer Zeit wieder geplant, eignet sich die 3-Monatsspritze nicht, da der Eisprung auch noch nach Beendigung der Behandlung bis zu 18 Monate aussetzen kann.

Kondom und Diaphragma

Das Kondom ist nach einer Geburt und während der Stillzeit das beliebteste Verhütungsmittel für frisch gebackene Eltern. Bei richtiger Anwendung bietet das Kondom einen Verhütungsschutz von 97%. Das Diaphragma kann erst ca. 3 Monate nach der Geburt angewandt werden, da sich Gebärmutterhals und Muttermund noch verändern. Diese beiden Verhütungsmethoden haben jedoch den Vorteil, dass sie sich während der Stillzeit eignen, da sie keinerlei Auswirkungen auf die Milchproduktion und den Säugling zeigen.

Fazit

Empfängnisverhütung ist für die meisten Paare ein selbstverständlicher Aspekt in ihrem Leben. Besonders wichtig ist die Verhütung nach einer Geburt, da eine erneute Schwangerschaft dem Körper eine enorme Leistung abverlangt. Eine zu schnelle erneute Schwangerschaft würde wahrscheinlich auch für die Beziehung eine grosse Belastung werden. Wird die Frage der Verhütung möglichst rasch nach der Geburt geklärt, lässt sich eine neuerliche unerwünschte Schwangerschaft verhindern.
 
Text: Tina Voss