Mutterfreuden – Ernährung in der Stillzeit

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Mutterfreuden – Ernährung in der Stillzeit

Der weibliche Körper kann wunderbare Dinge vollbringen. Beispielsweise sorgt er dafür, dass ein Baby unter idealen Bedingungen heranwächst. Nachdem das Kind auf der Welt ist, liefert der Körper dann auch gleich die ideale Nahrung für das Neugeborene: Muttermilch! Muttermilch enthält genau den Mix aus Nährstoffen, den ein Baby benötigt und zwar auch dann, wenn der Fall eintreten sollte, dass die Mutter schlecht versorgt wäre. Für stillende Frauen ist es dennoch sinnvoll, den eigenen Speiseplan zu prüfen und gegebenenfalls auch zu verbessern.

Mutter Natur

Grundsätzlich ist die Ernährung in der Stillzeit unkompliziert. Mutter Natur hat eben gut vorgesorgt. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass stillende Frauen in der Regel weder bestimmte Nahrungsmittel meiden, noch zu sich nehmen müssen. Eine vielseitige Ernährung ist wichtig, da in ihr alles enthalten ist, was der weibliche Körper nun braucht. Viel Obst, Gemüse, Getreideprodukte und Kartoffeln, mässig Fleisch und Milchprodukte, wenig Süsses und Fett sollten nun auf dem Speiseplan stehen. Entgegen Omas Rat muss eine Stillende nicht für zwei essen. Da man sich in der Stillzeit meist weniger bewegt, senkt sich somit auch der tägliche Energieverbrauch. Ausserdem hat sich der Körper bereits in der Schwangerschaft gut vorbereitet, kleine Fettpölsterchen liefern jetzt Energie.

Alles Essen erlaubt?

Ja! Es ist nicht notwendig, dass eine Stillende bestimmte Lebensmittel von vorneherein meidet. Bemerken Sie, dass Ihr Baby auf bestimmte Dinge empfindlich reagiert, können Sie diese immer noch vom Speiseplan verbannen. Vorsicht geboten ist aber bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie beispielsweise rohem Fleisch und Muscheln. Auch bei Speisen, welche ein rohes Ei enthalten, sollten Sie Vorsicht walten lassen: Zieht sich die stillende Frau nämlich ernsthaftere Magen-Darm-Probleme zu, kann es zu Schwierigkeiten beim Stillen kommen.

Woran merke ich, dass mein Baby auf etwas empfindlich reagiert?

Babys können auf bestimmte Stoffe in der Muttermilch mit Unruhe (z.B. auf das Koffein im Kaffee), Blähungen oder wundem Po reagieren. Manchmal kommt es auch vor, dass das Kleine nicht trinken mag, wenn die Mutter vorher beispielsweise Knoblauch oder Zwiebeln gegessen hat. Um herauszufinden, ob Ihr Baby empfindlich reagiert, bleibt nur die genaue Beobachtung. Zitrusfrüchte oder Tomaten stehen im Verdacht, einen wunden Po zu begünstigen, Kohl, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte können beim Kleinen Blähungen auslösen.

Flüssigkeitszufuhr

Eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit ist besonders in der Stillzeit von grosser Bedeutung. Stilles Wasser und Kräuter- bzw. Früchtetees sind besonders gut geeignet. Gut zwei Liter am Tag sollten es schon sein. Tipp: Achten Sie darauf, vor oder nach dem Stillen etwas zu trinken, dann kommen Sie leichter auf die nötige Menge. Bei der Einnahme von Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Tee sollten Sie daran denken, dass die darin enthaltenen Wirkstoffe zumindest teilweise in die Muttermilch gelangen und so natürlich auch zum Baby. Ein totaler Verzicht ist deshalb aber noch nicht notwendig, mehr als zwei oder drei Tassen pro Tag sollten es aber nicht sein.

Text: Sabine Trach