
Die Auswahl an Getränken ist nahezu unüberschaubar. Angesichts der Tatsache, dass jeder Mensch täglich rund zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen soll, scheint hier für reichlich Abwechslung gesorgt. Allerdings sind bei weitem nicht alle Getränke wirklich dazu geeignet, den Flüssigkeitshaushalt des Menschen zu steuern. Ideal wären an sich Mineralwasser oder stilles Wasser. Das ist nicht nur preisgünstig, sondern belastet den Körper nicht mit überflüssigen Kalorien. Viele Erwachsene und Kinder sehen das allerdings ganz anders. Wenn das Getränk nicht schmeckt, wird es auch nicht getrunken.
Befragt man Kinder, ob sie viel trinken, wird das möglicherweise sogar bejaht. Fragt man allerdings danach, WAS sie trinken, wird sehr schnell klar, dass hier Handlungsbedarf besteht. Denn Wasser ist für die wenigsten Kinder ein wirkliches Getränk - das wird eher zum Waschen oder Baden genutzt. Ein gutes Getränk muss nach Meinung der meisten Kinder vor allem süss sein. Wasser kommt in diesem Zusammenhang allenfalls für Schorle zum Einsatz. Süsse Getränke, die viel Zucker enthalten, sind aber keineswegs Durstlöscher, auch wenn es im ersten Moment so scheint. Durch den enthaltenen Zucker wird der Durst nur noch grösser.
Es ist allgemeinhin bekannt, dass unsere Gesellschaft, ob gross oder klein, immer weiter zum ungesunden Leben, zur Unsportlichkeit und zum Übergewicht tendiert. Das Trinkverhalten unserer Gesellschaft leistet hierzu einen wesentlichen Bestandteil und ist mitverantwortlich dafür, dass viele Konsumenten süsser Getränke irgendwann an chronischen Folgekrankheiten leiden. Der Zucker der Getränke ist nicht nur eine Kalorienbombe, die sich in Form von immer neuen Fettpolstern äussert, sondern bringt Stück für Stück auch den gesamten Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht.
Was Kinder mögen, ist meist auch der Geschmack ihrer Eltern. Es zeigt sich also schnell, dass es in der Verantwortung der Erziehenden liegt, welches Trinkverhalten der Nachwuchs entwickelt. Aus diesem Grund und zur eigenen Gesunderhaltung ist es daher ratsam, wenn Eltern konsequent auf Mineralwasser als Hauptgetränk setzen. Ergänzt durch natürliche Fruchtsäfte oder Tees ohne Zuckerzusätze (auch keine Zucker-Ersatzstoffe), lässt sich so schnell ein durchaus gesundes Trinkverhalten ohne die negativen Konsequenzen wie Übergewicht und chronische Krankheit erreichen.
Viele Menschen erreichen zwar die empfohlene Mindestmenge von zwei Litern täglich, die Art und Weise ist allerdings alles andere als gesund. Wasser eignet sich am besten für einen gesunden Flüssigkeitshaushalt. Damit es dennoch schmeckt, können Getränke ohne Zuckerzusätze ergänzt werden.
Text: Daniel D. Eppe