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Was tun bei Halsschmerzen

Wenn die Tage kürzer werden, die Witterung uns tagtäglich mit kühleren Temperaturen und Feuchtigkeit konfrontiert, wartet man förmlich auf das feine Kribbeln in Hals oder Nase. Erkältung und Grippeerkrankung haben vor allem in den «Wechseljahreszeiten» Hochkonjunktur und gehen meist mit höchst unangenehmen Halsschmerzen einher. Dieser Verlauf verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass die Krankheitserreger über die oberen Atemwege in den Körper eindringen und so den direkten Weg zu den empfindlichen Halsschleimhäuten finden. Dort rufen sie schmerzhafte Entzündungen hervor. Wie man den Halsschmerzen am besten zu Leibe rückt, zeigt eine kleine Auswahl bewährter Hausmittel.

Pflanzen: Aloe vera und Salbei – natürliche Antiseptika

Die zwei unterschiedlichen Pflanzen sind seit jeher als gut wirkende Hausmittel bei Halsschmerzen bekannt. Die ätherischen Öle im Salbei und das Acemannan der Aloe vera wirken antiseptisch. Sie töten also Bakterien sowie andere Krankheitskeime besonders schonend ab und sorgen so für eine schnelle Linderung der Beschwerden. Dazu gurgelt man mehrmals täglich entweder mit reinem Aloesaft aus dem Reformhaus oder mit ungesüsstem Salbeitee. Einen Esslöffel des getrocknete Salbeiblätter mit 250 Milliliter siedendem Wasser übergiessen und acht Minuten ziehen lassen. Abgekühlt und lauwarm angewandt wird die Heilung von gereiztem Gewebe im Hals- und Rachenraum merklich beschleunigt!
 
Auch frischgepresster, mit warmen Wasser verdünnter Zitronensaft soll eine desinfizierende und schmerzstillende Wirkung haben.

Hausmittel bei Halsschmerzen: Quark

Quark eignet sich vor allem zur äusserlichen Anwendung bei Halsschmerzen und akuten Entzündungen im Hals. Die in der Milchsäure enthaltenen Stoffe wirken stoffwechselanregend sowie entzündungshemmend und machen dem stechenden Schmerz schnell in Form von Halswickeln den Garaus. Dabei streicht man die Masse grosszügig auf eine dünne Stoffbahn und legt sie locker um den Hals. Lässt man den Quark über Nacht am Patienten, lindert er nicht nur den Schmerz, sondern lässt sogar Entzündungen abschwellen. Apropos Milchsäure: Vom alten Hausmittel «Milch mit Honig» trinken, raten Experten ab, weil diese Mischung den Hals-Rachen-Raum verschleimt.
 
Empfehlenswert als ist ausserdem noch ein Griff ins Gewürzregal: Meersalz in warmen Wasser auflösen und damit gurgeln ist ein durchaus bewährtes Hausmittel.

Geheimtipp: Bratäpfel

Wer es nicht glaubt, muss es einfach ausprobieren: unglaublich, dass Halsschmerzen so lecker bekämpft werden können. Eingeweihte kämpfen wirksam mit Bratäpfeln gegen das lästige Erkältungssymptom. Dabei ist jedoch die Menge entscheidend. Mindestens drei mittelgrosse, im Backofen gebackene Äpfel sollen es sein, die mit ihren Fruchtsäuren und Enzymen gegen Bakterien und Keime im Rachen wirken. Lauwarm verzehrt beruhigen sie zusätzlich das gereizte Gewebe und wirken so merklich gegen den Halsschmerz an.

Wenn nichts mehr hilft: Medikamente?

Das Angebot an Medikamenten, die gegen Halsschmerzen und weitere Erkältungssymptome helfen, ist bisweilen fast unüberschaubar. Ob als Gurgeltinktur oder Lutschtablette – das Funktionsprinzip ist in der Regel gleich: Die Inhaltsstoffe wirken desinfizierend und bekämpfen so die Ursache von Entzündungen. Damit beugen sie Folgeerkrankungen, wie Mandelentzündungen wirksam vor. Durch die Zugabe von schmerzstillenden oder kühlenden Substanzen, klingen die Halsschmerzen schnell und vor allem merklich ab. Zusätzlich regen Lutschtabletten, Säfte und Tinkturen den Speichelfluss an. Damit wird nicht nur der unerwünschte Krankheitserreger weggespült, sondern auch ein Austrocknen der Halsschleimhäute verhindert.

Fazit

Halsschmerzen sind unangenehm, keine Frage. Aber man muss sie nicht hinnehmen. Mit Hausmitteln aus dem Küchenschrank lassen sich die Beschwerden in der Regel auf ganz natürlichem Weg bekämpfen. Wer lieber auf die schnelle Hilfe aus der Apotheke vertraut, findet auch hier genügend Mittel um Halsschmerzen wieder loszuwerden. Wichtig: Sollten Halsschmerzen länger als drei Tage andauern oder zu regelrechten Schluckbeschwerden werden, ist auf jeden Fall der Besuch des Hausarztes angeraten, um ernsten Erkrankungen auf den Grund zu gehen.
 
Text: Carsten von Bora