
Haben Sie das Tier bereits zuhause, können Sie bei Auftreten einer leichteren allergischen Reaktion erst einmal versuchen, im Alltag und in der Wohnung einiges zu verändern. Achten Sie noch mehr auf Hygiene als sonst und gestalten Sie die eigenen vier Wände etwas um. Allergien werden schliesslich nicht unbedingt durch die Haare des Tieres, sondern durch Speichel, Körpersekrete oder Hautschuppen ausgelöst. Sinnvoll ist auch, die Wohnung möglichst oft feucht zu wischen und regelmässig den Staub zu saugen. Haben Sie in Ihrem Heim die Möglichkeit dazu, dann verzichten Sie auf Teppichböden und ersetzen diesen durch Laminat. Bei aller Liebe sollte in diesem Fall das Schlafzimmer für Ihren Freund aus dem Tierreich tabu bleiben!
Diese Frage lässt sich nur mit einem vom Arzt durchgeführten Test sicher beantworten, denn Allergien sind sehr individuell und können unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten. Häufig verbreitet ist die «Katzen-Allergie». Bei den anschmiegsamen Samtpfoten werden Eiweissmoleküle an den Hausstaub gebunden und verbleiben somit meist monatelang im Wohnbereich, ohne dass Wischen oder Saugen den erhofften Erfolg bringen. Je häufiger der Kontakt, desto schlimmer wird die Allergie. Sind anfänglich nur Augen und Nase betroffen, können mit der Zeit massive Beschwerden bis hin zum Asthma auftreten.
Katzen gehören zu den Tieren mit dem höchsten Risiko, Allergien auszulösen. Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Goldhamster, Kühe und Pferde gehören aber ebenso zu dieser Hochrisikogruppe. Ein mittleres bis geringes Risiko besteht bei Hunden und den meisten Vogelarten. Ist die Allergie erst einmal aufgetreten, empfiehlt es sich, Rücksprache mit dem Arzt Ihres Vertrauens zu halten. Schliesslich möchte man doch alle Möglichkeiten abwiegen, bevor man sich im schlimmsten Fall dazu entschliessen muss, für den kleinen Schützling eine neue Unterkunft zu suchen.
Es gibt Tierarten, die keine oder nur äusserst selten allergische Reaktionen auslösen. Erfahrungsgemäss handelt es sich hierbei um Tiere ohne Haare wie beispielsweise Amphibien, Reptilien und Fische. Doch Vorsicht: Selbst wenn man diesen Tieren gegenüber nicht allergisch reagiert, kann möglicherweise das Futter allergische Reaktionen hervorrufen. Manche Menschen reagieren bei der Haltung von Zierfischen auf die Kleinstkrebse allergisch. Hier ist es aber oft schon hilfreich, wenn Sie ein anderes Familienmitglied bitten, alle paar Tage mal das Füttern zu übernehmen.
Text: Sabine Trach