
Ob als frisch gepresster Saft, im Obstsalat oder einfach nur so – Ananas schmecken einfach nach Urlaub. Ihr fruchtiges Aroma kommt besonders gut in Cocktails und Desserts, aber auch in Dips zu Gegrilltem zur Geltung. Man sagt der Ananas nach, sie vollbringe wahre Diätwunder und lasse die Pfunde nur so dahin schmelzen. Durch ihren relativ hohen Fruchtsäuregehalt eignet sie sich allerdings nicht für einseitige Crash-Diäten. Das enthaltene Enzym «Bromelain» sorgt zwar tatsächlich dafür, dass der Stoffwechsel kräftig angekurbelt wird, aber die Kleidergrösse schrumpft deshalb nicht automatisch. Regelmässiger Verzehr steigert das Wohlbefinden und regt die Hautdurchblutung an. Besonders bei unreiner Mischhaut ist man nicht auf die Verwendung fertiger, mit Ananasextrakten angereicherter Kosmetika angewiesen, sondern kann sich aus püriertem Fruchtfleisch, etwas Quark und Haferflocken eine erfrischende, klärende Peelingmaske herstellen. Verzehren sollte man diese Masse allerdings nicht, auch wenn sie sehr lecker riecht.
Alte indische Legenden preisen die Mango als Speise der Götter, ein Mangobaum spendete angeblich Schatten in Buddhas Garten. Auch heute gilt die Frucht mit dem leuchtend gelben Inhalt fast als nationales Symbol. Ebenso wie die Ananas enthält die Mango grosse Mengen an Vitamin B und C, dazu kommt aber noch das Provitamin A. Dieses ist besonders bedeutsam für die Haut- und Sehfunktion. Aus dem Kern der Frucht wird wertvolles Öl gewonnen, das trockene Hautpartien samtweich werden lässt. Mangos sind unerlässlicher Bestandteil der indischen Küche, und kaum jemand kann dem Duft und Geschmack eines Mango-Lassi wiederstehen. Die wohlschmeckenden Früchte stärken die Immunabwehr, Cremes und Lotionen mit Mangoauszügen versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und wirken regenerierend. Auch das Haar profitiert von entsprechenden Packungen. Mangoschalen sollten daher nie einfach weggeworfen werden; wer Gesicht und Körper damit abreibt und 10 bis 20 Minuten bis zum Abduschen wartet, kann sich über duftende, zarte Haut freuen. Angeschlagene, zum Verzehr ungeeignete Fruchtfleischstücke lassen sich püriert hervorragend als Maske verwenden und machen einen müden Teint schnell wieder rosig.
Als Kolumbus die Papaya entdeckte, nannte er sie spontan «Frucht der Engel». Tatsächlich kann die Papaya uns bei regelmässiger Verwendung vor vorzeitiger Alterung und Verdauungsproblemen beschützen. Neben Vitamin C enthalten Papayas ein eiweissspaltendes Enzym, das Papain. Dieses sowie das enthaltene Beta-Carotin wehren zellschädigende freie Radikale ab und lassen uns länger jung aussehen. In den Kernen finden sich ungesättigte Fettsäuren, die positiv auf den Zellstoffwechsel wirken und besonders Haut und Haar zugute kommen. Obstsalate, aber auch Fischgerichte erhalten eine exotische Note, besonders Kinder lieben den intensiven Geschmack. Kosmetika, die mit Papaya angereichert sind, wirken erfrischend und belebend.
Der Duft lässt uns von den Tropen träumen, die Vitamine bringen uns gesund durch den Winter, Enzyme und Antioxidantien pflegen und aktivieren Körper und Stoffwechsel. So wird Obstgenuss zum sinnlichen Vergnügen.
Text: Claudia Eichhorn