Alte Hausmittel wenn Kinder krank sind

Bewerte diesen Artikel

2 Bewertungen

 

Alte Hausmittel wenn Kinder krank sind

Wenn Kinder eine Erkältung oder eine Magenverstimmung haben, muss man nicht immer gleich zur Arznei aus der Apotheke greifen. Alte und durchaus bewährte Hausmittel erfüllen oft den gleichen Zweck und sind zudem viel schonender.

Hausmittel bei Bauchschmerzen

Wenn ein Kind über Bauchschmerzen klagt, kann ein Essigwickel wahre Wunder wirken. Zu diesem Zweck verwendet man lauwarmes Wasser, in das ein Schuss handelsüblicher Essig gegeben wird. In das Essigwasser taucht man nun den Wickel, der anschliessend auf den Bauch gegeben wird. Der Wickel sollte nun rund 20 Minuten auf dem Bauch liegen bleiben. Etwa dreimal täglich sollte diese Behandlung durchgeführt werden.

Alternativ lässt sich auch ein Kamille-Wickel verwenden. Hierzu verwendet man pro halbem Liter aufgebrühtem Extrakt zwei Teelöffel Kamille. Die Anwendung ist mit dem Essig-Wickel identisch.

Hausmittel bei Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen und sie grundsätzlich von einem Arzt untersuchen lassen. Mit einem alten Hausmittel lässt sich die Genesung allerdings deutlich beschleunigen. Hilfreich ist zunächst eine Wärmflasche, die zwischen die Beine gelegt wird. Zudem muss viel getrunken werden, besonders eignet sich in einem solchen Fall Preiselbeer- oder Johannissaft. Beide Säfte enthalten natürliche Antibiotika, die eine Festsetzung von Kolibakterien in der Blasen- und Nierenregion verhindern.

Hausmittel bei Durchfall und Erbrechen

Gegen Durchfall hilft besonders gut ein Heidelbeertee. Aus getrockneten Heidelbeeren, etwa ein gehäufter Esslöffel pro Viertelliter Wasser, wird ein Tee gekocht. Dieser sollte mindestens zehn Minuten sieden, bevor er eingenommen wird. Schon wenige Esslöffel reichen bei einem Kind aus, um den Durchfall rasch zu beseitigen. Die Anwendung sollte bis zu fünfmal täglich durchgeführt werden, bis der Durchfall verschwindet. Gegen Erbrechen hilft ein einfacher Pfefferminztee. Auch hier benötigt man etwa einen Esslöffel Tee pro Viertelliter Wasser. Der Tee sollte wieder mindestens zehn Minuten ziehen und ungesüsst getrunken werden. Zwieback und Haferflockensuppe helfen Magen und Darm sich wieder zu erholen. Ein immer noch gerne (und durchaus mit Erfolg) eingesetzes Hausmittel ist Cola und Salzstängeli.

Sirup gegen die Erkältung

Gegen eine Erkältung hilft besonders gut ein Sirup aus Holunderblüten. Die Herstellung eines solchen Sirups ist recht einfach. Man gibt etwa 20 Holunderblütendolden in einen Liter Wasser und lässt die Mischung 24 Stunden ruhen. Nun filtert man die Blüten aus und fügt 50 Gramm Zitronensäure und 1,5 Kilogramm Zucker hinzu. Sobald der Zucker vollständig aufgelöst ist, ist der Erkältungssirup fertig. Zur Beschleunigung kann der Sirup zusätzlich erhitzt werden.

Zur Anwendung vermischt man den Sirup mit etwas Wasser und gibt dem Kind täglich einen Esslöffel davon. Die Erkältung sollte bald verschwunden sein.
Der fertige Sirup hält sich übrigens bis zu einem Jahr im Kühlschrank und steht während der gesamten Erkältungszeit zur Verfügung.

Zitrone gegen Halsschmerzen  

Um Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder auch eine akute Angina zu behandeln, gibt man in eine Tasse warmes Wasser einen Löffel Zitronensaft. Diese Mischung gibt man auf ein Tuch, dass dem Kind dann um den Hals gelegt wird. Der Nacken sollte dabei allerdings frei bleiben. Zusätzlich kann um das Tuch ein Schal umgelegt werden. Die Anwendung kann mehrmals täglich für etwa eine halbe Stunde durchgeführt werden. Bei beginnenden Halsschmerzen kann der Zitronen-Wickel auch heiss angewandt werden.

Waden-Wickel gegen Fieber

Wadenwickel sind ein sehr effektives Hausmittel, um Fieber bei Kindern zu senken. Zu diesem Zweck gibt man Tücher in kaltes Wasser, wringt sie locker aus und wickelt sie um die Waden des Kindes. Grundsätzlich sollte jede Wade einzeln eingewickelt werden. Über einen Zeitraum von zwei Stunden werden die Wickel alle zehn bis 15 Minuten gewechselt und neu gekühlt. (Kann auch mit Essigwasser gemacht werden.)

Fazit

Mit alten Hausmitteln lassen sich zahlreiche Beschwerden schnell in den Griff bekommen. Natürlich darf man nicht allein auf sie vertrauen und sollte bei anhaltenden Beschwerden dennoch den Arzt aufsuchen. In jedem Fall können die traditionellen Methoden die Genesung beschleunigen und auch die medizinische Behandlung wirkungsvoll unterstützen.

Text: Daniel D. Eppe