Kinder & Hunde: Sicherheitstipps
Kinder sollten schon möglichst frühzeitig lernen, sich im Alltag fremden sowie bekannten Hunden gegenüber richtig zu verhalten. Dies ist nämlich ein wichtiger Schritt in Bezug auf ein positives Miteinander zwischen Mensch und Tier. Viele Regeln und Umgangsformen können ausserdem auch auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen werden. Sowohl Mensch als auch Tier verdienen Rücksicht, Respekt, Verantwortung und vieles mehr. Damit es auch ganz sicher klappt sollten einige Regeln beachtet werden.
Eine Freundschaft fürs Leben
Viele denken, dass Kinder und Hunde automatisch die besten Freunde sind. Dies kann natürlich so sein, muss es aber nicht! Werden beide Seiten sich selbst überlassen, kann es ganz schnell zu ernsthaften Problemen kommen. Kinder sehen Hunde sehr oft als Freunde, kleine, haarige Wesen, welche sie verstehen und – gar nicht so selten – als Lebewesen, denen gegenüber sie eine bestimmte Macht ausüben können. Für Hunde wiederum sind Kinder kleine Lebewesen, welche sich unkontrolliert und hektisch bewegen, unerwartet loskreischen oder oft auch grob sind. Im schlimmsten Fall betrachtet ein Hund ein Kind als Konkurrenz.
Tipps für ein harmonisches Miteinander
- Behandle deinen Hund so, wie auch du selbst behandelt werden möchtest! Wer mag es schon, an den Haaren oder Ohren gezogen zu werden? Ein Tier mag das genauso wenig wie ein Mensch. Da der Hund aber nicht «Stopp» oder «Hör auf!» sagen kann, bleibt nur die Methode zu knurren oder – im schlimmsten Fall – der Einsatz von Zähnen!
- Ganz egal, wie treuherzig ein Hund auch dreinschauen mag. Kinder sollten das Tier erst berühren, wenn sein Besitzer es erlaubt.
- Alles, was ein Hund als Bedrohung auffassen könnte, sollte unbedingt vermieden werden! Hunde sind glücklich, wenn sie in einer bestimmten Rangordnung leben dürfen und in dieser einen bestimmten Platz einnehmen. Das bedeutet, dass die Stärkeren über ihm sind und die Schwächeren unter ihm! Und die Stärkeren sind für einen Hund erwachsene Menschen, Kinder werden in dieser Rangordnung als «andere Hunde» betrachtet. Man kann mit ihnen spielen, muss aber nicht unbedingt das tun, was sie verlangen.
- Störe nie einen Hund beim Fressen und versuche nicht, ihm sein Futter wegzunehmen!
- Beim Spielen mit Hunden sollten Kinder darauf achten, den Zähnen des Tieres nicht zu nahe zu kommen. Für Hunde gibt es nichts Schöneres, als etwas zu fangen oder zu erjagen, es festzuhalten und spielerisch darum zu kämpfen. Hunde haben keine Hände und halten daher alles mit den Zähnen fest. Im Eifer des Gefechts kann es da schon mal passieren, dass das Tier daneben schnappt. Dies ist dann nicht böse gemeint, tut aber ganz schön weh.
- Bleib fern von raufenden Hunden und versuche schon gar nicht, diese voneinander zu trennen - und laufe nie vor einem Hund davon. Hunde haben einen angeborenen Hetz- oder Jagdinstinkt, wenn sich nun etwas schnell von ihm entfernt, wird der Hund blitzartig hinterherjagen, um es festzuhalten.
Text: Sabine Trach
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