Schritt für Schritt ins Leben – Der richtige Kinderschuh

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Schritt für Schritt ins Leben – Der richtige Kinderschuh

Kinderkleidung ist teuer und man ist froh, kostengünstige Lösungen in der Kleidungsfrage parat zu haben. Hierbei zeigt es sich aber immer wieder, dass gerade beim Aussuchen des richtigen Schuhwerks gravierende Fehler passieren.

Der Kinderfuss

Von den 208 bis 215 menschlichen Knochen befindet sich rund ein Viertel in den Füssen. Gerade bei den Heranwachsenden ist der Knochenapparat in den Füssen noch weich, biegsam und formbar. Deshalb ist es bei Kindern besonders wichtig, auf den richtigen Schuh zu achten. Will man seinem Kind also spätere Probleme ersparen, muss der Kinderschuh grundsätzlich optimal passen. Ist der Kinderschuh zu gross, verkrampfen sich die Zehen beim Gehen, um Halt zu finden. Ist er jedoch zu klein, gleicht der Kinderschuh schnell einem Schraubstock und verformt den heranwachsenden Kinderfuss. Beides kann zu erheblichen Fehlbildungen führen, die im Erwachsenalter sehr oft in Haltungsschäden münden.

Das richtige Mass?

Neben dem hochwertigen Material muss der Kinderschuh rundherum passen. Darum ist eine Überprüfung der Schuhgrösse in den ersten drei Lebensjahren alle 6 bis 8 Wochen vonnöten. Im Kindergartenalter sollte mindestens vierteljährlich überprüft werden, ob die Füsse gewachsen sind – immerhin wächst man zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr um durchschnittlich zwei bis drei Grössen aus den Schuhen heraus. Besonders wichtig ist es zu wissen, dass Kindern selten «der Schuh drückt». Das heisst, dass der Fuss des Kindes noch sehr weich und formbar ist. Das Kind merkt also nicht, ob es falsch bemessenes Schuhwerk trägt.

Intuition ist fehl am Platz

Kinderschuhe sollten zusammen mit dem Kind gekauft werden. Der Schuhkauf ohne Kind und genau festgestellte Schuhgrösse ist für Eltern vielleicht im ersten Augenblick «nervenschonend», bleibt jedoch ein Kardinalsfehler. Zu der Vorort geklärten Geschmacksfrage – Kinder sind da sehr wählerisch – bietet ein Schuhkauf mit Kind einen weiteren Vorteil: Das Kind kann bei den ersten Schritten im ausgesuchten Schuh beobachtet werden. Ist der Gang vielleicht unsicher oder kann das Kind direkt darauf losrennen? Kann das Kind Gleichgewichtsübungen durchführen, um den Halt im Schuhwerk zu überprüfen?

Fazit

Wer sich für optimales Schuhwerk für sein Kind entscheidet, unterstützt die gesunde Entwicklung des kindlichen Bewegungsapparates. Ein letzter Tipp: Selbst die Tageszeit spielt beim Schuhkauf eine wesentliche Rolle. Wie beim Erwachsenen verbreitern sich die Füsse im Tageslauf. Wer also zusammen mit seinem Kind nachmittags Schuhe kauft, läuft weniger Gefahr, einen zu kleinen Schuh auszusuchen.
 
Text: Daniel D. Eppe