Sehhilfen für Kinder – welche Brille ist die Richtige?

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Sehhilfen für Kinder – welche Brille ist die Richtige?

Oft sind es die üblichen Reihenuntersuchungen, bei denen es ans Licht kommt – das Kind sieht schlecht. Manchmal fällt es auch den Eltern selbst oder den Erziehern auf – Bilder werden nicht richtig erkannt, Dinge übersehen oder Entfernungen falsch eingeschätzt. Die Konsequenz ist immer dieselbe: Der Nachwuchs benötigt eine Brille, dauerhaft oder auch nur vorübergehend. Aber welches Nasenfahrrad ist denn optimal geeignet? Die riesige Auswahl sorgt oft für Ratlosigkeit.

Bevor es zum Optiker geht

Erst die Untersuchung beim Augenarzt schafft Gewissheit – kurzsichtig, weitsichtig, vorübergehender Schielfehler? Bereits dies sorgt aber bei den meisten Kindern für viel Unsicherheit und Angst. Ein Arzt, der so nahe kommt, in die Augen schaut und dabei allerlei Gerätschaft benutzt wird nicht nur von kleinen Kindern als verstörend empfunden. Die Angst, tatsächlich eine Brille zu bekommen stellt sich oft schon hier ein – ein störender Fremdkörper, eine offenkundige Schwäche die anderen Angriffsfläche bietet, die Einschränkung des eigenen Wohlbefindens, sich nicht mehr hübsch zu fühlen, ausgelacht zu werden – die Gründe sind mannigfaltig und altersübergreifend. Die Einsicht zur Notwendigkeit stellt sich zumeist nur schwer ein. Gerade deshalb sind bereits in diesem Moment die Eltern gefordert – denn auch das coolste Brillengestell wird später nur mit Widerwillen getragen, wenn die ablehnende Haltung sich erst verfestigt hat.

Die Stunde der Entscheidung

Kinder haben einen eigenen Kopf, und schon mit drei, vier Jahren wollen sie den durchsetzen. Auch wenn es schwerfällt – am Ende muss der Nachwuchs die Brille jeden Tag aufsetzen (wollen!) – daher ist ein Mitspracherecht wohl unerlässlich. Die meisten Optikerfachgeschäfte sind inzwischen sehr gut auf die kleinen Kunden eingestellt und haben Erfahrungen rund ums kindliche Brillendilemma. Natürlich kann die alleinige Entscheidung niemals beim Kind liegen – nicht zuletzt spielt ja auch der Preis eine wichtige Rolle. Aber gefallen muss es schon – das nun einmal notwendig gewordene Übel. Von schlicht-klassisch über cool und fetzig bis hin zu glitzerndem Prinzessinnenlook finden sich Fassungen, die nicht nur im in der Farbe, sondern auch in der Grösse und Form zum kindlichen Gesicht passen. Nicht immer ist es einfach, ein tolles Gestell zu finden, das dem Träger auch noch gut zu Gesicht steht – aber Geduld beim Ausprobieren lohnt sich. Fakt ist: Das Projekt «Kinderbrille» funktioniert nur dann, wenn der Sprössling seine «Zusatzausstattung» auch wirklich mag. Eine doofe, hässliche Brille wird gern mal verbummelt.

Basismodell oder Luxusversion?

Ist das passende Stück schliesslich gefunden, müssen noch zahlreiche Entscheidungen getroffen werden. Entspiegelte Gläser verbessern den Sehkomfort, lohnen sich bei einer Kurzzeitlösung aber eventuell nicht. Kunststoffgläser sind zwar bruchsicher, aber etwas dicker und passen daher ab einer bestimmten Stärke nicht mehr in filigrane Rahmen. Zusätzliche Sportbrillen bieten mit speziellen Bügelformen zwar sehr viel Halt, sind aber eben oft eher praktisch als chic. Zusatzversicherungen gegen Beschädigung und Diebstahl sind eigentlich nur ab einer gewissen Preisstufe sinnvoll, und es ist fraglich, ob eine Kinderbrille wirklich unbedingt mehr als zwingend nötig kosten muss. Wie schnell wird sie Opfer von Unachtsamkeit, Vergesslichkeit oder hält dem sich wandelnden Geschmack einfach nicht mehr Stand? Bei all diesen Fragen stehen nicht nur der Kostenaspekt, sondern auch die Tragedauer sowie die individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt. Ein chices Brillenetui hingegen sollte einfach immer drin sein!
 
Text: Claudia Eichhorn