Wenn Kinder ins Stocken geraten - Sprachstörungen
Der Schrecken ist gross, wenn ein Kind in seiner sprachlichen Entwicklung bereits früh Probleme zeigt. Das ist nicht verwunderlich, denn die Sprache ist von ausserordentlicher Wichtigkeit für das tägliche Zusammenleben. Entscheidend ist, Ruhe zu bewahren. Nur so lässt sich das Problem genau erkennen und die entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen.
Probleme bei der Aussprache
Probleme in der Aussprache sind die häufigsten Störungen, die auftreten. Zu Beginn der Sprachentwicklung ist es allerdings ganz normal, wenn einige Laute falsch gebildet werden. Sollten die Probleme aber über das Kindergartenalter hinausgehen, sollten sie von einem Fachmann behandelt werden.
Sprachverständnis
Mitunter treten auch Probleme beim Verstehen von Sprache auf. Erkennbar ist dieses Problem darin, dass ein Kind Sätze oder Wörter nicht versteht, die es auf Grund seines Alters jedoch kennen müsste. Leicht ist dieses Problem allerdings nicht zu erkennen, denn viele Kinder versuchen diese Schwäche zu verbergen, indem sie oft erfolgreich versuchen, den Inhalt des Gesagten aus der Situation zu erschliessen.
Wortschatz
Oftmals kennen Kinder nicht die richtige Bezeichnung für Dinge, die eigentlich bekannt sind, und verwenden stattdessen Ersatzwörter wie «Dingsda» oder ähnliches. Benennt man dann allerdings den Gegenstand, wird klar, dass die Bezeichnung eigentlich bekannt war. Hier liegt im Prinzip das vor, was im Allgemeinen als Wortfindungsstörung bezeichnet wird.
Probleme bei Satzbau und Grammatik
Hier kommt es zu Störungen bei der Anwendung von grammatischen Regeln. Diese werden entweder gar nicht oder nicht richtig gebraucht. Dabei sind vor allem vier Bereiche für eine Störung anfällig. So kommt es mitunter vor, dass ganze Satzteile ausgelassen, die Mehrzahl oder die Vergangenheitsform falsch gebildet werden. Ebenso können bei der Satzbildung die falschen Wortendungen verwendet werden. Sind alle vier Bereiche gleichzeitig betroffen, spricht man von einer Sprachentwicklungsstörung.
Stottern
Anders als alle voran gegangenen Beispiele ist das Stottern eigentlich keine Störung in der Sprachentwicklung, sondern eher eine Störung im Redefluss. Die Betroffenen haben in der Regel keines der oben genannten Probleme, bringen bestimmte Wörter aber einfach nicht über die Lippen.
Fazit
Wenn eines der oben genannten Probleme auftritt, reagieren die Kinder und auch deren Eltern oft panisch oder ängstlich. Wichtig ist jedoch ein besonnenes Vorgehen, denn für jedes dieser Probleme gibt es bewährte Behandlungsmethoden, die es ermöglichen, mit dem Problem umzugehen. Probleme sind schliesslich dazu da, gelöst zu werden.
Text: Daniel D. Eppe