Alkohol in der Schwangerschaft

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Alkohol in der Schwangerschaft

Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Alkohol trinken, haben ein siebenfach höheres Risiko, knapp nach der Geburt an einer Infektion zu erkranken. Trotz der immer wieder laufenden Informationskampagnen über die Gefahren von Alkohol während der Schwangerschaft, greifen immer noch viele werdende Mütter zur Flasche.
Alkohol ist die häufigste bekannte Substanz, die Fehlbildungen in der Schwangerschaft verursacht. Vor 20 Jahren wurde erstmals vermutet, daß Alkoholismus in der Schwangerschaft zu einer spezifischen Kombination von Fehlbildungen, dem so genannten "fetalen Alkoholsyndrom", führen kann. Die betroffenen Kinder sind sowohl körperlich als auch geistig-intellektuell und in ihrer sozialen Reifung beeinträchtigt.
Schwer alkoholgeschädigte Kinder können bereits bei Geburt einen zu kleinen Kopf haben. Der Kopf bleibt aber häufig erst später in seiner Größenentwicklung zurück. Solche Kinder sind häufig in ihrer geistigen Entwicklung zurückgeblieben, auffällig übererregbar und -aktiv und zeigen Muskelschwäche und unkoordinierte Bewegungen. Nicht selten entwickeln sie ein Krampfleiden.

Neben den bereits erwähnten Auffälligkeiten bezüglich Kopfwachstum und geistiger Entwicklung können auch folgende Auffälligkeiten auftreten:
  • Minderwuchs, niedriges Gewicht
  • Auffälligkeiten im Gesichtsbereich, z.B. verkürzter Nasenrücken, schmales Lippenrot, Gaumenspalte, fliehendes Kinn
  • Auffälligkeiten an Armen und Beinen
  • Fehlbildungen innerer Organe wie Herzfehler oder Harntraktanomalien
Bislang ist ungeklärt, ob gelegentlicher Alkoholgenuss in der Schwangerschaft völlig ungefährlich für die Entwicklung des Kindes ist. Da man also keinen Grenzwert festlegen kann, unter dem Alkohol sicher nicht schädigend wirkt, sollte man möglichst während der Schwangerschaft darauf verzichten.

Zweifelsfrei steht aber fest, dass der regelmässige Konsum grösserer Alkoholmengen zu einem fetalen Alkoholsyndrom führen kann (dabei sollte man auch an alkoholhaltige "Stärkungsmittel" und Medikamente denken).