Komplikationen
Mögliche Schwangerschaftskomplikationen
Schwangere Frauen fühlen sich heute leider oft, als hätten sie eine Krankheit oder denken, eine Schwangerschaft und die Geburt stecke voller Risiken und Gefahren. Dies kann unbestritten sein, doch In den meisten aller Fälle, verläuft eine Schwangerschaft ohne grosse Schwierigkeiten und Frauen bringen ein oder mehrere Kinder zur Welt, ohne dass es in der ganzen Zeit zu Problemen gekommen wäre. Komplikationen können heute durch regelmässige Vorsorgeuntersuchungen drastisch gesenkt werden. Dennoch können Risiken niemals Ausgeschlossen werden. Dieser Bericht soll nicht verunsichern, viel mehr Informieren und über allfällige Komplikationen aufmerksam machen. Es gibt nichts schlimmeres, als vor einer Situation zu stehen, von welcher man noch nie gehört hat.
Störung der Fruchtwassermenge
Zu viel Fruchtwasser: Meistens bleibt die Ursache für diese Störung unbekannt, jedoch betrifft sie mehr Frauen mit
Diabetes oder einer Mehrlingsschwangerschaft. In ganz schweren Fällen, wird möglicherweise Fruchtwasser entnommen, um das Risiko frühzeitiger Wehen zu minimieren.
Zu wenig Fruchtwasser: Hier wird die Lungenfunktion des ungeborenen Kindes nicht genügend angeregt und durch die engen Platzverhältnisse können seine Knochen verformt werden.
Frühgeburt
Als
Frühgeburt bezeichnet man eine Geburt vor der vollendeten
37. Schwangerschaftswoche. Bei der spontanen Frühgeburt setzen die Wehen vorzeitig ein. Risikofaktoren sind Mehrlingsschwangerschaften, Infekte des Kindes, ein vorzeitiger Blasensprung, eine Muttermundschwäche, zuviel Fruchtwasser, Fehlbildungen der Gebärmutter, Bluthochdruck oder Rauchen. Die Schwangerschaft kann aber auch bewusst vorzeitig beendet werden, entweder durch
Kaiserschnitt oder künstliche Einleitung der Wehen. Dies kann bei einer Bedrohung der Mutter und des Kindes angezeigt sein. Viele Frühgeborene tragen lebenslange Schäden davon, die umso grösser sind, je früher das Kind zur Welt gekommen ist. Körperliche und geistige Entwicklungsstörungen können die Folge sein.
Fehlgeburt
Von einer Fehlgeburt spricht man bei einem Verlust der Schwangerschaft etwa in der ersten Schwangerschaftshälfte, wenn das Kind unter 500g wiegt und noch nicht lebensfähig ist. Fehlgeburten kommen relativ häufig vor. Zu den wichtigsten Ursachen zählen genetische Defekte des Embryos oder mütterliche Ursachen wie Infektionen, Störungen der Entwicklung der Plazenta, Fehlbildungen der Gebärmutter. Frauen, die bereits einmal eine Fehlgeburt erlitten haben, besitzen ein grösseres Risiko, bei der nächsten Schwangerschaft erneut eine Fehlgeburt zu erleiden.
Rhesusunverträglichkeit
Von der Rhesusunverträglichkeit sind nur rhesus-negative Frauen betroffen, deren Kind rhesus-positiv ist. Kommt es zum Kontakt des mütterlichen Blutes mit dem des Kindes, z.B. während der Geburt, werden von der Mutter Rhesus-Antikörper gebildet. Diese zerstören beim nächsten rhesus-positiven Kind dessen rote Blutkörperchen. Das Neugeborene leidet an einer Blutarmut, Vergrösserung von Leber und Milz und Gelbsucht.
Mehrlingsschwangerschaften
Eine
Mehrlingsschwangerschaft wird immer als Risikoschwangerschaft gesehen. Die Belastung für den mütterlichen Organismus ist gross. Die Früh- und Fehlgeburtsrate ist bei Mehrlingsschwangerschaften deutlich erhöht. Deshalb ist eine sorgfältige Schwangerschaftsvorsorge sehr wichtig.