Piercing & Schwanger – geht das?

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Piercing & Schwanger – geht das?

Körperverschönerungen, vor allem Piercings, liegen heutzutage voll im Trend. Erlaubt ist, was gefällt. Doch was passiert, wenn die Frau plötzlich schwanger ist? Ist es dann notwendig, auf den schicken Körperschmuck zu verzichten? Viele Menschen sind überzeugt, dass ein Piercing im Falle einer Schwangerschaft unverzüglich entfernt werden sollte. Grundsätzlich sollte man sich darüber natürlich schon Gedanken machen, denn im Verlauf einer Schwangerschaft können Piercings an bestimmten Körperstellen wirklich unangenehm sein und Beschwerden verursachen. Wie gut, dass die heutige «Piercing-Industrie» bereits spezielle Schmuckstücke für Schwangere bereithält.

Piercings in der Schwangerschaft

Ist von Piercings und Schwangerschaft die Rede, dann sind damit in erster Linie Piercings an drei bestimmten Körperstellen betroffen: das Brustwarzenpiercing, das Bauchnabelpiercing und das Intimpiercing. Natürlich ist es reine Geschmackssache, ob man Metall im Bauchnabel, den Brustwarzen oder im Intimbereich haben möchte. Ist jedoch ein Kind unterwegs, können Piercings an diesen besonderen Stellen Probleme verursachen und dies bereits bei den Vorsorgeuntersuchungen.

Brustwarzenpiercing

Da sich die Brust im Laufe der Schwangerschaft vergrössert, kann ein Brustwarzenpiercing sehr unangenehm werden. Viele Frauen lassen dieses daher bereits in der Frühschwangerschaft entfernen, spätestens ab dem 6. Monat sollte es definitiv raus! Nach einem Brustwarzenpiercing kann es passieren, dass das Stillen des Babys Probleme bereitet, da möglicherweise Milchkanäle verletzt worden sind. Auf jeden Fall sollte vermieden werden, das Neugeborene mit vorhandenem Metallschmuck zu stillen, die Verletzungsgefahr durch Verschlucken wäre hier einfach zu gross.

Bauchnabelpiercing

Grundsätzlich dürfte ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft keine Probleme verursachen, es sei denn, das Piercing ist relativ frisch. Besitzen Sie den glitzernden Körperschmuck schon länger als ein Jahr und ist die Wunde schön verheilt, sind Risse in der Haut oder Entzündungen relativ unwahrscheinlich. Unbedingt vermieden werden sollte aber, sich zu Beginn oder während einer Schwangerschaft ein Bauchnabelpiercing stechen zu lassen! Heutzutage hat die «Piercing-Industrie» mit speziellen Piercings für Schwangere gut vorgesorgt. Diese ganz speziellen Stecker sind wesentlich länger als die üblichen und aus einem sehr elastischen und biegsamen Kunststoff hergestellt. Haben Sie das Gefühl, dass der Metallstecker sich unangenehm anfühlt, können Sie den Stecker ganz leicht wechseln.

Intimpiercing: auf jeden Fall raus!

Ein Intimpiercing sollte auf jeden Fall zu Beginn der Schwangerschaft entfernt werden, da es – durch die Belastung im Unterleib – bereits bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen stören kann. Am besten erkundigen Sie sich sicherheitshalber bei Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, hier kann man Ihnen gute Tipps geben. Worauf Sie achten sollten. Ein Intimpiercing kann sich während der Geburt störend auswirken und zu Verletzungen führen.
 
Text: Sabine Trach



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