Schlafen in der Schwangerschaft - Schlaftipps

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Schlafen in der Schwangerschaft - Schlaftipps

«Ich fühlte mich fast die ganze Schwangerschaft hindurch völlig erschöpft und müde, das Ein- und Durchschlafen fiel mir vor allem in den letzten Monaten der Schwangerschaft extrem schwer». So beschrieb eine Mutter die Zeit ihrer Schwangerschaft. Ein Einzelfall? Bestimmt nicht. Wenig Schlaf bekommt man als Mutter nicht erst dann, wenn das Baby schon auf der Welt ist. Bereits während der Schwangerschaft fällt die nächtliche Erholung manchmal besonders schwer. Welche Veränderungen im Körper der Frau führen zu diesem Umstand? Und was kann man als Schwangere tun, um wenigstens einigermassen Erholung im Schlaf zu finden?

Die körperlichen Veränderungen während der Schwangerschaft

Im Laufe der Schwangerschaft hat man mit einer Reihe von hormonellen, körperlichen und seelischen Umstellungen zu tun. Das weibliche Geschlechtshormon Progesteron beispielsweise, wird in den Eierstöcken gebildet und wird während der Schwangerschaft im Mutterkuchen produziert. Progesteron fördert nicht nur das Zustandekommen einer Schwangerschaft, sondern ist auch für das Gedeihen der Schwangerschaft enorm wichtig. Die Nebenwirkung dieses Hormons ist allerdings, dass Schwangere sich extrem müde und ausgelaugt fühlen. Nahezu alle Frauen haben in irgendeiner Phase der Schwangerschaft Probleme mit dem Schlafen, wobei Experten von drei Phasen der Schwangerschaft sprechen.

Der Schlaf im ersten Drittel der Schwangerschaft

Gerade im ersten Drittel fühlen sich fast alle werdenden Mütter extrem müde. Körperliche Veränderungen wie die wachsende Gebärmutter sorgen für einen ständigen Harndrang. Die empfindliche Brust macht es ausserdem schwer, eine passende Schlafposition zu finden. Die ersten drei Schwangerschafts-Monate eignen sich hervorragend dazu, sich an das Schlafen auf der linken Seite zu gewöhnen. Schlafmangel kann die letzten Reserven rauben. Sorgen Sie unbedingt für entsprechenden Ausgleich in Form von genügend Entspannung und Ruhezeit während des Tages. Stress sollte so gut wie möglich vermieden werden. Entspannungstechniken wie Autogenes Training wirken wahre Wunder. Ein Fuss- oder Vollbad wirkt ebenfalls sehr entspannend.

Der Schlaf im zweiten Drittel der Schwangerschaft

Der Körper hat sich mittlerweile an die hormonellen und physischen Veränderungen relativ gut gewöhnt, was sich positiv auf die Energie tagsüber sowie auf den nächtlichen Schlaf auswirkt. Nutzen Sie diese Phase für gesunde Bewegung. Die nächtliche Ruhe kann allerdings noch durch lästige und schmerzende Wadenkrämpfe gestört werden. Bei Krämpfen hilft, die Füsse gegen das Fussende des Bettes zu stemmen. Achten Sie auch darauf, genügend Magnesium zu bekommen. Es ist zum Beispiel in Milchprodukten enthalten.

Der Schlaf im letzten Drittel der Schwangerschaft

 Je näher der Geburtstermin rückt, umso geringer wird die Chance, erholsamen Schlaf zu bekommen. Der Bauch wird immer grösser und das wachsende Baby drückt nun ständig auf die Blase, sodass auch der Harndrang wieder grösser wird. Um sich im Bett besser drehen zu können, sorgen spezielle Kissen oder aber eine Spezialmatratze für etwas Abhilfe. Die Kissen werden auch Lenden- und Rückenschmerzen etwas lindern. Wenn nachts Albträume den Schlaf rauben und Sie Angst vor der Geburt haben, kann der Besuch eines Schwangerschaftskurses eine grosse Hilfe sein. So mühsam die Zeit während der Schwangerschaft auch sein mag: Sie wird wieder vergehen.
 
Text: Tina Voss