Übelkeit in der Schwangerschaft: Was tun?

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Übelkeit in der Schwangerschaft: Was tun?

Viele Frauen verbinden eine Schwangerschaft beinahe selbstverständlich mit negativen Begleiterscheinungen: Gemeint sind Übelkeit und Erbrechen. Grundsätzlich lässt sich aber auch hier gezielt entgegen wirken. Im Folgenden einige Tipps dazu:

Übelkeit vorwiegend in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten

Rund drei Viertel aller schwangeren Frauen haben mehr oder weniger mit Übelkeit, vielleicht sogar Erbrechen zu tun. Vor allem in den Morgenstunden, oft direkt nach dem Aufstehen, tritt diese recht unangenehme Begleiterscheinung auf. Gerüche von früher gern gegessenen Speisen verursachen plötzlich Brechreiz. Auch der Würgereiz, der etwa beim Zähneputzen stimuliert wird, ist extrem empfindlich. Der Grund für diese Erscheinung, die in der Regel nur in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft zu Tage tritt, ist ein Schwangerschaftshormon mit Namen HCG. Ab der 12. Schwangerschaftswoche geht die Konzentration des Hormons zurück und sorgt auch für ein deutliches Abklingen der Übelkeit. Doch auch schon in der «akuten Phase» kann man der Übelkeit vorbeugen.

Essen gegen die Übelkeit

Auch wenn es schwerfällt: Es kann helfen, während der nächsten Übelkeits-Attacke etwas zu essen. Besonders am Morgen können kleine und leichte Snacks schon wahre Wunder wirken. Werdende Mütter sollten sich daher einen kleinen Imbiss, wie etwa einen Teller Kekse direkt ans Bett stellen und diese direkt nach dem Aufwachen essen. Wichtig dabei: Auf Flüssigkeitszufuhr verzichten, denn diese fördert das Gefühl der Übelkeit am Morgen! Nach dem ersten Snack darf sich noch eine runde halbe Stunde ausgeruht werden, bevor man endgültig aufsteht. Die grösste Übelkeit ist in vielen Fällen nun schon vergangen.

Essen allgemein anpassen

Das Essverhalten sollte allgemein der Schwangerschaft angepasst werden. Schwangeren Frauen ist zu raten, ihr tägliches Pensum Nahrung auf mehrere kleine Mahlzeiten zu verteilen. Auf diese Weise läuft man nicht Gefahr, einen leeren Magen und damit die besten Voraussetzungen für die Übelkeit zu schaffen. Zudem belastet ein nur mässig gefüllter Magen den Körper der Schwangeren deutlich weniger. Ideal sind Speisen mit einem hohen Gehalt an Eiweissen und Kohlehydraten. Sehr fettige, gut gewürzte oder saure Speisen sollten während der Schwangerschaft gemieden werden, da diese den schon empfindlichen Magen zusätzlich reizen. Ausreichend trinken ist wichtig, allerdings kann es helfen, wenn schwangere Frauen Essen und Getränke zeitlich getrennt voneinander aufnehmen. Magenberuhigende Getränke, wie Ingwer-Tee oder Gingerale, helfen ausserdem, der Übelkeit Herr zu werden.

Auf genug Entspannung achten!

Schwangere Frauen brauchen immer wieder Auszeiten, denn ihr Körper arbeitet ständig auf Hochtouren. Das macht sich letztlich auch in der Übelkeit bemerkbar. Wer sich über den Tag verteilt immer wieder ausgiebige Ruhepausen gönnt und einfach abschaltet, kann auch der Übelkeit – ob am Morgen oder über den Tag – wirksam Paroli bieten. Mitunter können auch gezielte Entspannungsübungen hilfreich sein. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang immer, sich mit anderen schwangeren Frauen über deren Erfahrungen auszutauschen!

Hilfreiches vom Arzt

Natürlich kann auch der Arzt eine gewisse Hilfestellung beim Kampf gegen die Übelkeit geben. Sie sollte allerdings, bei der Anwendung von Medikamenten, als letzte Massnahme gewählt werden, da jedes Medikament über die Blutbahn auch beim Ungeborenen ankommt. Helfen können jedoch nahrungsergänzende und recht harmlose Präparate wie Vitamin B6. Per Bluttest kann schnell ermittelt werden, ob Mangelerscheinungen bei der Frau vorliegen. Die fernöstliche Heilkunde hat ebenfalls wirksame Mittel gegen die Übelkeit gefunden, vor allem mit Akupunktur lässt sich das Erscheinen der Übelkeit bei vielen Patientinnen deutlich reduzieren.

Fazit

Übelkeit ist eigentlich ein normaler Prozess, wenn sich der Körper während der Schwangerschaft auf einen veränderten Hormonhaushalt einstellt. Dennoch lassen sich mit einer angemessenen Lebensweise oder auch mit ärztlicher Hilfe die schlimmsten Symptome unterbinden. Übrigens: Für einen akuten Anfall von Übelkeit hilft es, an einer Zitrone zu riechen!
 
Text: Daniel D. Eppe