
In der 13. Woche entwickeln sich Baby die äusseren Geschlechtsorgane. Zwar ist momentan noch alles zu klein, um im Ultraschall erkennbar zu sein, aber verbindlich ist es dennoch. Gern werden die kleinen Fäuste geballt, aber dieser Geste ist leider auch kein Hinweis aufs Geschlecht zu entnehmen. Bei einer Länge von ungefähr 7 cm und einem Gewicht von rund 25 Gramm hat der Sprössling noch richtig viel Platz im Bauch – die andauernd stattfindenden Bewegungen sind daher für die Mutter noch nicht spürbar. Auch der gelegentliche Schluckauf – wer im Fruchtwasser schwimmt, verschluckt eben manchmal auch etwas davon – kommt und geht unbemerkt von der Mutter.
Das zweite Schwangerschaftsdrittel beginnt, und langsam wird das bisher vielleicht streng gehütete Geheimnis offenbar – der Bauch wächst. Wer bisher wenig zugenommen hat, muss sich nun definitiv auf ein Mehr an Gewicht einstellen. Als Faustregel gilt, 9 bis 12 kg in der gesamten Schwangerschaft zuzunehmen. Je schlanker und leichter die Mutter zu Beginn jedoch war, umso mehr darf sie zulegen. Wer mit einem etwas höheren Ausgangsgewicht an den Start gegangen ist, nimmt im Optimalfall vielleicht nur 5 bis 7 kg zu. Keinesfalls sollte man aus Angst vor hartnäckigen Pfunden nach der Geburt schon jetzt mit Diäten experimentieren, aber ebenso muss keine Mutter «für zwei» essen. Am besten geniesst man einfach den «Frontanbau» und nutzt ihn, um mit dem Baby in Kontakt zu treten. Streichelhände auf dem Bauch werden «innen» nämlich mit allergrösstem Wohlwollen wahrgenommen. Spätestens wenn der Babybauch als solcher erkennbar ist, sollte man den glücklichen Umstand auch dem Arbeitgeber anzeigen. Der Frauenarzt stellt normalerweise eine Bescheinigung dafür aus, beim Arbeitgeber kann dementsprechend der Mutterschutz und die Elternzeit geplant werden.
Text: Claudia Eichhorn
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