Die 27. Schwangerschaftswoche (27 SSW)

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Die 27. Schwangerschaftswoche (27 SSW)

Augen auf!

In der 27. Schwangerschaftswoche kann das Kind tatsächlich mit den Wimpern klimpern. Einerseits, weil schon Wimpern gewachsen sind, andererseits kann es nun die Augen öffnen und schliessen. Wenn überraschend Licht durch die Bauchdecke nach innen dringt und Babys Schlummerstimmung stört, dreht es möglicherweise schon den Kopf weg, um dem Lichtreiz zu entgehen. Neben Daumenlutschen und Turnen steht also von nun an auch Blinzeln auf dem Trainingsplan. Man kann inzwischen von einem durchschnittlichen Längenwachstum von 2 cm pro Woche ausgehen, das Gewicht ist auf rund 900 Gramm angestiegen. Nach wie vor wird der Fötus über die Nabelschnur mit allen lebenswichtigen Stoffen versorgt. Diese wird am Ende der Schwangerschaft fast 50 cm lang sein - zu schade, dass es kurz vor der Geburt einfach viel zu eng ist im Bauch, um noch damit herumspielen zu können. Dafür nutzt Baby aber jetzt noch jede Wachphase, um sich damit zu beschäftigen.

Ein Kissen unterm Po…

Auch in der 27. Woche bekommt die werdende Mutter deutlich zu spüren, dass sich ihr Körper verändert. Der Schwerpunkt verlagert sich, weshalb man sich speziell nach dem Aufstehen oft erst einmal etwas wackelig auf den Beinen fühlt. Immer wieder kann es zu Verstopfungen kommen, die sich am besten mit Pflaumensaft, Mineralwasser und ballaststoffreicher Kost regulieren lassen. Ein weiteres, für viele sehr unangenehmes Problem sind Hämorrhoiden. Sie stellen bei weitem keine seltene Erscheinung dar, fast alle Schwangeren sind früher oder später davon betroffen. Die veränderten Druckverhältnisse im Beckenbereich sind hier ursächlich. Bevor man zu Salben oder Zäpfchen greift, können lauwarme Sitzbäder mit Lavendel oder Kamille deutliche Linderung schaffen. Kühlbeutel zwischen Po und Stuhl sind ebenfalls hilfreich, manchmal erweist sich ein besonders weiches Kissen oder ein aufblasbarer Schwimmreif als nützlich. Auch nach der Geburt können entsprechende Beschwerden auftreten, sie verschwinden aber innerhalb weniger Wochen wieder vollständig.

Text: Claudia Eichhorn