Die 3. Schwangerschaftswoche (3 SSW)
Das passiert im Bauch
Zu Beginn der dritten Schwangerschaftswoche ist die erste Hürde erfolgreich genommen: in anstrengenden 20 bis 30 Minuten hat eines von Papas Spermien (ursprünglich sind es meist so um die 500 Millionen) alle Konkurrenten ausgeschaltet und Mamas Eizelle erobert. Zwei halbe Gencodes sind zu einem komplett neuen verschmolzen, und je nachdem ob «er» mit einem x- oder y-Chromosom ausgestattet war, wird nun ein Mädchen oder ein Junge entstehen. Die nunmehr sogenannte Zygote macht sich auf Wanderschaft in Richtung Gebärmutter und teilt sich dabei unentwegt. Nach 4 bis 7 Tagen hat sie ihr Ziel erreicht und nistet sich fest in die Gebärmutterschleimhaut ein, um dort bis zum Ende der Schwangerschaft zu bleiben.
So steht´s um Mamas Kopf
Ob es wohl geklappt hat? Nicht wenige Frauen behaupten ja, schon unmittelbar nach der Zeugung zu spüren, dass es diesmal funktioniert hat. Medizinisch ist das nicht belegbar, aber man sollte das sprichwörtliche Bauchgefühl wohl nicht unterschätzen. Eine unruhige Zeit beginnt, denn Schwangerschaftstests sind zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich verlässlich. Es gibt zwar Frühtests, die angeblich 10 Tage nach dem auslösenden Ereignis das unverkennbare Schwangerschaftshormon HCG nachweisen können, aber schon geringfügige Schwankungen können das Ergebnis verfälschen. Es heisst also, geduldig zu warten und weiter brav für eine ausreichende Folsäurezufuhr und genügend Schlaf zu sorgen. Manchmal kommt es während der Einnistung der Zygote in die Gebärmutter zu ganz leichten Blutungen von sehr kurzer Dauer. Oft schon wurde diese Nidationsblutung als verfrühte Regelblutung fehlgedeutet und hat so für traurige Stimmung gesorgt, obwohl gar kein Anlass dafür bestand.
Text: Claudia Eichhorn