

Mutter und Kind sind bereit, der Termin steht kurz bevor oder ist vielleicht knapp verstrichen. Manche Kinder lassen sich einfach Zeit – bei regelmässiger ärztlicher Kontrolle kein Grund zur Sorge. Irgendwann kommt es im Körper zu Hormonausschüttungen und die Wehen beginnen. Echte Wehen erkennt man übrigens daran, dass sie weder in der warmen Badewanne noch sonstwo wieder verschwinden, sondern mit schöner Regelmässigkeit und gleichbleibender Stärke wiederkommen. Um den werdenden Vater zu beruhigen, lässt man ihn am besten ein Diagramm erstellen, in welches man die Wehen eintragen kann. Das lenkt «ihn» ab und gibt «ihr» die Zeit, sich etwas zu sammeln. Kommen die Wehen seit einer Stunde rund alle 5 Minuten, ist es an der Zeit, sich auf den Weg ins Krankenhaus zu machen. Die meisten Erstlings-Kinder brauchen um die 10 Stunden für ihre Reise ins Leben, und ebenso wie für die Mutter wird es auch fürs Baby ein hartes Stück Arbeit. Beide werden deutlich spüren, dass es stellenweise ziemlich eng wird, auch das Kind wird unter Stress stehen. Und dann ist es geschafft – plötzlich ist es da, das neue Leben. Und dann beginnt das Abenteuer erst richtig.
Text: Claudia Eichhorn