Förderung hoch begabter Kinder

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Förderung hoch begabter Kinder

Einige Kinder verfügen über besondere Fähigkeiten und sind ihrem Alter in geistiger Form weit voraus. Was früher kaum beachtet wurde, wird heute speziell behandelt und hoch begabte Kinder besonders gefördert.

Es hat lang gedauert

Hoch begabte Kinder, die ihrer geistigen Entwicklung weit voraus waren, gab es schon immer. Aber erst in den letzten Jahren hat man ihnen besondere Beachtung geschenkt. Hat man die besondere Begabung früher oftmals einfach ignoriert, so gibt es heute verschiedene Möglichkeiten, die Kinder in ihren besonderen Fähigkeiten gezielt zu fördern.

Wie erkennt man hoch begabte Kinder?

Es ist natürlich nicht ganz einfach festzustellen, ob ein Kind wirklich hoch begabt ist. Vor allem kann man nicht davon ausgehen, dass die Schulnoten auf eine Hochbegabung hinweisen. Diese sind mitunter sogar eher schlecht. Allerdings nicht, weil das Kind dem Unterrichtsstoff nicht folgen kann, sondern weil er es einfach unterfordert und damit langweilt. Lehrer und Eltern sollten daher immer ein waches Auge auf die Kinder haben, um eventuelle Begabungen feststellen zu können. Liegt der Verdacht einer Hochbegabung vor, so kann ein psychologischer Test, mit dessen Hilfe der Intelligenzquotient ermittelt wird, Klarheit schaffen.

Erste Anlaufstellen für hoch begabte Kinder

Hat sich der Verdacht der Hochbegabung bestätigt, sollte das Kind entsprechend seiner Fähigkeiten besonders gefördert werden. Eine mögliche Anlaufstelle dazu ist beispielsweise die Kinder Uni des Elternvereins für hoch begabte Kinder (EHK) der Schweiz. Hier werden immer wieder kleine Veranstaltungen oder Sommercamps für hoch begabte Kinder veranstaltet, die einen ersten Einstieg zur weiteren Förderung bilden können. Die Universität Zürich veranstaltet zudem in jedem Jahr Vorlesungsreihen speziell für Kinder. Auch hier kann ein Besuch durchaus lohnenswert sein.

Wie kann man dauerhaft seine Kinder fördern?

Haben hoch begabte Kinder beispielsweise einer der genannten Anlaufstellen erfolgreich besucht, so stellt sich nun die Frage, wie sich die dauerhafte Förderung arrangieren lässt. Die Stiftung für hoch begabte Kinder beispielsweise bietet den Eltern und ihrem Nachwuchs nicht nur Unterstützung bei der Vermittlung in entsprechende ausbildende Massnahmen, sondern greift den Betroffenen auch finanziell unter die Arme. Diese Stiftung unterhält zudem verschiedene Förderprojekte mit speziell ausgebildeten Fachkräften in der gesamten Schweiz. Der Elternverein für hoch begabte Kinder (EHK) unterhält zudem regionale Gruppen, in dem sich hoch begabte Kinder und deren Eltern zusammenschliessen und über neue Möglichkeiten austauschen können.

Fazit

Besteht der dringende Verdacht, dass das eigene Kind hoch begabt ist, so sollte man dies möglichst bald konkret feststellen lassen. Das Potenzial, das solche Kinder in sich tragen, muss auf jeden Fall gefördert werden. Auf diese Weise wird dem Nachwuchs nicht nur eine ganz besondere Perspektive geboten, sondern auch für Zufriedenheit gesorgt. Anders als in der normalen Schule, langweilen sich hoch begabte Kinder nicht mehr, sondern werden nach ihren Fähigkeiten voll gefordert und ausgelastet. Das Gefühl der ewigen Langeweile, das viele hoch begabte Kinder in normalen Schulen quält, ist damit Vergangenheit.
 
Text: Daniel D. Eppe