Das erste Motorradlesenswert!

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Das erste Motorrad

Mit einem heissen Ofen unterm Gesäss durch die Gegend zu brausen, die erste Freundin hinten auf den Sozius zu setzen und das glänzende Töff stolz seinen besten Freunden zu präsentieren, davon träumen viele Jugendliche. Nach dem ersten vierrädrigen Untersatz steht oft ein schnelles Motorrad auf der Wunschliste. Ein Wunsch, für dessen Begeisterung sich die meisten Eltern verständlicherweise nur schwer erwärmen können.

Welches Motorrad – Die Qual der Wahl

Die Frage, auf welchen Typ von Motorrad die Wahl trifft, hängt vor allem vom Geschmack des jugendlichen Käufers ab. Er hegt entweder schon seit einiger Zeit eine gewisse Liebe zum gemütlichen Chopper, mit dem man an die Rückenlehne gelehnt und mit ausgestreckten Beinen mehr gemächlich als rasend durch die Natur braust – oder hat sich doch eher der sportlichen Rennmaschine verschrieben, bei der man sich mit dem Bauch an den Tank schmiegt, um sich mit der Maschine ganz eins in die Kurven zu legen. Tourenmaschinen wie Enduros z.B. werden eher von den bereits etwas älteren Motorradfreaks gekauft, die sich ihre ersten Hörner – geschwindigkeitstechnisch natürlich – bereits abgestossen haben – und nun lieber auf dem Zweirad längere Reisen unternehmen.

Risiken beim Motorradfahren

Das erhöhte Unfall- und Todesrisiko bei Motorradfahrern gegenüber anderen Kraftfahrern ist hinlänglich bekannt. Die hohen Geschwindigkeiten werden von den Führerscheinneulingen wie auch den anderen Verkehrsteilnehmern oft unterschätzt und führen damit zu teils schweren Unfällen. Die fehlende Knautschzone kann bei jedem kleinen Fehler zu ernsthaften Blessuren mit schlimmen Folgen führen. Während man in einem Auto bei einem Zusammenstoss die Chance hat, durch die einen umgebende Karosserie und den Airbag unverletzt zu bleiben, fängt man auf einem Zweirad jeden Sturz und Schlag direkt mit dem Körper ab.

Die Angst der Eltern

Die Angst, das eigene Kind bei einem Motorradunfall zu verlieren, sitzt vielen Eltern stolzer Führerscheinneulinge tief in ihren besorgten Knochen. Die Furcht ist begründet: Jugendliche Unvernunft gepaart mit einem PS-starken Zweirad verträgt sich ja oft wirklich schlecht. Eltern können hier nur auf die Vernunft ihres Kindes hoffen und ihm das Vertrauen in seine Fahrkenntnisse und seine Umsicht vermitteln. Auch wenn es schwerfällt, den Segen für ein Motorrad zu geben, verbieten kann man es einem bald Erwachsenen – wenn er es sich zudem selbst finanziert – nicht.

Eltern können helfen: Für gute Ausrüstung sorgen!

Als besorgte Eltern kann man vielleicht den Kauf eines Motorrades nicht verhindern, jedoch könnte man darauf achten, dass der rasende Nachwuchs sich ausreichend schützt. Nicht gespart werden sollte bei einer guten Schutzausrüstung. Ein gut sitzender, aber auch bequemer Motorradanzug, der zum Typ des Motorrades passt und mit allen Sicherheitsverstärkungen (Rücken, Ellenbögen, etc.) ausgestattet ist, ist ebenso wichtig wie schützende Handschuhe und ein qualitativ guter Helm.

Wichtig: Respekt vor dem Motorrad

Bei aller Coolness: Respekt vor einem Motorrad ist durchaus angemessen, wenn nicht lebenswichtig! So manche Maschine ist mehr als 300 Kilogramm schwer und kann einem Ungeübten vor allem beim Anfahren und Abstellen zum Verhängnis werden. Und wie peinlich ist denn das, wenn einem das neue Töff vor den Augen anderer umfällt? Hier kann ein wenig Übung und Krafttraining helfen, um die Muskelkraft vor allem in den Armen und Beinen zu stärken. Tja, woran man alles denken muss, wenn man nur einfach cool durch die Gegend fahren will!

Achtung vor Rollsplit & Co

Nicht nur Anfänger sollten sich übrigens vor auf der Strasse befindlichen Rollsplitt in Acht nehmen und sich mit der Technik des Motorrades allgemein vertraut machen. Vor jeder Ausfahrt ist das Motorrad auf seine Funktionsfähigkeit (Spiegel, Tankfüllung, Bremsen, Lichter, Blinker) zu prüfen. Denn: Motorradfahren bedeutet Spass, aber auch Verantwortung – gegenüber sich und den anderen – und vor allem auch gegenüber der besorgten Eltern!!
 
Text: Manou Rade