Nützliche Tipps für die Pubertätlesenswert!

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Nützliche Tipps für die Pubertät

Die Pubertät ist für Jugendliche und Eltern oft gleichermassen schwierig. Kinder werden erwachsen und verändern sich. Eltern wissen oft nicht, wie sie mit der neuen Situation und den sich ändernden Persönlichkeiten der heranwachsenden Teenager umgehen sollen. Die folgenden Tipps für die Pubertät können dabei helfen.

Tipp 1: Klare Regeln und Verständnis

Solange sich die Pubertät noch nicht eingestellt hat, funktioniert die Erziehung der meisten Eltern an sich recht gut. Wenn dann aber die Hormone beginnen, aus den Fugen zu geraten und Eltern ihre eigenen Kinder bisweilen nicht wiedererkennen, dann stellt sich die Frage, wie sich dieses Dilemma abstellen lässt. Verständnis ist sicher gut, aber darf man alles durchgehen lassen? Klare Regeln sind wichtig, aber soll man nun sein Kind ständig in seine Schranken weisen? Grundsätzlich sind Mittelwege meist ideal - diese funktionieren aber nur dann, wenn man versucht, sein Kind auch zu verstehen.

Tipp 2: Konsequent sein, Vorbild sein

Natürlich muss ein Teenager wissen, wo seine Grenzen sind. Und das Familienleben braucht für einen geordneten Ablauf ohnehin ein paar grundsätzliche Regeln. Schwierig wird es, wenn der pubertierende Nachwuchs sich nicht mehr dafür interessiert, sondern nur sich selbst und den Moment sieht? Gefühlvolles, aber dennoch konsequentes Eingreifen kann die Situation lösen. Regeln dürfen jedoch nicht diktiert, sondern müssen mit echten Begründungen geliefert werden. Im Gegenzug sollten Eltern natürlich auch selbstständige Entwicklungen ihres Noch-Kindes, die den Familienalltag bereichern, entsprechend zu würdigen wissen. Teenager brauchen Eltern, die ganz von selbst Vorbilder sind, an die es sich anzupassen lohnt und die dennoch dem Nachwuchs den Rücken stärken können.

Tipp 3: Nicht von den Kindern zurückziehen

Pubertierende Jugendliche scheinen oft jede Form des intensiveren Kontaktes mit den Eltern meiden zu wollen. Ein Gespräch oder auch nur eine kleine Umarmung entgegnen sie mit Ablehnung oder «Kratzbürstigkeit». Nicht immer steckt wirklich Ablehnung dahinter. Eine gewisse Portion körperlicher Nähe gehört tatsächlich dazu und ist auch für den Nachwuchs immer noch wichtig. Es ist nur etwas schwieriger geworden, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Eine Umarmung kann sogar helfen, da sich innere Anspannungen und Unausgeglichenheiten so rasch lösen. Ebenso gut wie eine Umarmung sind auch viele Tipps der Eltern an ihre Kinder gemeint. Aber auch hier sollte nicht übertrieben werden. Wenn Eltern immer gleich den besten Lösungsweg parat haben, gibt das Kind irgendwann auf, selbst danach zu suchen und sich dabei zu entfalten.

Tipp 4: Ruhe bewahren - Vertrauen

Freunde oder Spielkameraden hatte der Nachwuchs schon lange Zeit. Irgendwie waren aber doch die Eltern immer noch die Hauptfiguren im kindlichen Leben. Im Zuge der Pubertät ändert sich das zusehends. Neue Freunde tauchen auf, erste Cliquen entstehen und der Sohn oder die Tochter sind immer öfter nicht mehr zuhause bei den Eltern. Das ist keinesfalls ein Grund zur Sorge, sondern sollte von den Eltern begrüsst werden. Das Kind zeigt so, dass es in der Lage ist, sich sozial zu entwickeln und Anschluss an eine Gruppe zu finden. Sorgen machen sich Eltern eigentlich weniger wegen der Gruppe, sondern weil sie die neuen Freunde nicht unbedingt kennen. Meistens sind Sorgen um Sicherheit und Zufriedenheit des Nachwuchses jedoch völlig unberechtigt.

Tipp 5: Aufklärung

Während der Pubertät erwacht früher oder später auch das Interesse an der Sexualität. Anders als früher müssen Eltern sich nicht mehr unbedingt vor dem Moment der Aufklärung fürchten, in dem sie über die praktischen Notwendigkeiten mit ihren Kindern reden werden. Wie es funktioniert, das wissen die Teenager entweder aus der Schule oder man hat sich bereits untereinander ausgetauscht. Die Aufgabe der Eltern ist heute, mit ihren Kindern über Gefühle und das Gefühl der Liebe zu sprechen. Auf diese Weise lässt sich der Nachwuchs auf eine Zukunft vorbereiten, in der er Liebe nicht nur erlebt, sondern auch zu schätzen weiss.

Fazit – der wichtigste Tipp für die Pubertät

Eltern können nicht verhindern, dass ihre Kinder erwachsen werden. In dieser schwierigen Zeit sollten jedoch auch Eltern sich selbst und ihre Methoden immer wieder kritisch betrachten. Egal welche neuen Situationen oder Probleme auftauchen, das wichtigste ist: mit dem Jugendlichen im Gespräch bleiben und zu ihm zu stehen.
 

Text: Daniel D. Eppe