Rauchen & Alkohol bei Jugendlichen – wie kann man eingreifen?

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Rauchen & Alkohol bei Jugendlichen – wie kann man eingreifen?

Rauchen und Alkohol bei Jugendlichen: ein Thema, das vor allem viele Eltern beschäftigt, denn sobald der Nachwuchs ein gewisses Alter erreicht hat, steigt natürlich auch der Reiz an gewissen Dingen. Doch nicht nur das! Heutzutage werden bereits Kinder relativ früh an den Geschmack von Alkohol gewöhnt, denn auch in Lebensmitteln, Süssigkeiten oder bestimmten Medikamenten ist dieser enthalten. Und erste Raucherfahrungen werden meist im Schulhof gesammelt, auch hier wiederum sind Eltern so gut wie machtlos.

Warum raucht ein Jugendlicher?

Die meisten Jugendlichen rauchen nicht weil es so gut schmeckt, sondern weil Sie damit eine gewisse «Coolness» verbinden. So gut wie alle Heranwachsenden probieren sie in dieser Zeit zumindest einmal eine Zigarette. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Probierverhalten, welches vorerst meistens nur im Freundeskreis an den Tag gelegt wird. Dass die erste Zigarette eher Husten, Übelkeit und Benommenheit auslöst – anstelle von Genuss – sei hier ganz nebenbei erwähnt. Auf die Probierphase folgt die Experimentierphase, was so viel bedeutet wie: Der oder die Jugendliche raucht zwar wiederholt, aber noch unregelmässig. Beobachtet der heranwachsende Mensch, dass sich auch Gleichaltrige ähnlich verhalten, wird der Konsum von Zigaretten zu einem regelmässigen Verhalten, und dies kann bereits nach wenigen Monaten zur Abhängigkeit führen.

Warum konsumiert ein Jugendlicher Alkohol?

Auch hier liegt die Sache ähnlich. In einer Zeit des Heranwachsens ist es nun mal besonders wichtig, so zu sein wie die Altersgenossen. Anders sein bedeutet in dieser Zeit meist eine Art Isolation und wer möchte schon als Aussenseiter dastehen? Viele junge Leute sammeln erste Erfahrungen mit Alkohol im Freundeskreis und – so merkwürdig das jetzt auch klingen mag – bei Familienfeiern. Zur Feier des Tages darf schliesslich ein halbes Gläschen Sekt getrunken werden. Für viele Kinder bedeutet das einen ersten Schritt in Richtung Erwachsenenwelt, denn viele Erwachsene zeigen es praktisch vor, dass Alkohol zum Erwachsensein dazu gehört.

Wie können Eltern eingreifen?

Generelle Verbote werden nicht viel nützen, sondern eher bewirken, dass der Reiz an der «verbotenen Sache» noch grösser wird. Versuchen Sie, sich in etwas Toleranz zu üben. Denken Sie schliesslich daran, dass Sie selbst auch einmal jung waren und gerne mal mit den Freunden gefeiert haben. Haben Sie jedoch den Verdacht, dass Ihr Nachwuchs mit dem Konsum von Alkohol und Tabak schon wahren Missbrauch treibt, sollten Sie umgehend eingreifen. Vor allem das Komatrinken ist eine gefährliche Entwicklung. Wenn Offenheit und Gespräche nichts mehr nützen, überlegen Sie, ob Sie nicht die Hilfe einer Beratungsstelle annehmen möchten.

Zu guter Letzt

Stellen Sie – je nach Alter des Kindes – klare Regeln auf! Seien Sie Vorbild für Ihr Kind. Kindern fällt das «Nein»-Sagen leichter, wenn sie es von den Eltern gelernt haben. Machen Sie Ihrem heranwachsenden Kind klar, dass nach Festen etc. eine sichere Heimfahrt gewährleistet sein muss, wofür gibt es schliesslich Taxis oder Abholdienste? Schenken Sie dem Teenager Vertrauen und bauen Sie sein Selbstwertgefühl auf. Studieren Sie das Jugendschutzgesetz als Grundlage und gehen dieses gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs durch.
 
Text: Sabine Trach