

Entscheidend für den Inhalt ist natürlich das Reiseziel. Im Zusammenhang mit der Jahreszeit, bisherigen Erfahrungen und dem eigenen Gesundheitszustand entstehen ganz individuelle Bedürfnisse. Familienurlauber mit Kindern werden von anderen Kümmernissen geplagt als Trekkingreisende und Bergsteiger; der Urlaub unter tropischer Sonne birgt eventuell Risiken, die auf einer Eismeerkreuzfahrt völlig ausgeschlossen sind. Neben einigen «Basics» sollte also jede Reiseapotheke auch eine Art Spezialausrüstung beherbergen. Dann steht einem gesunden und entspannten Ferienvergnügen nichts mehr im Wege.
Keinesfalls fehlen dürfen Verbandmaterial, Binden, Pflaster, Desinfektionsmittel, eine Notfalldecke, eine Schere, eine Pinzette, ein Fieberthermometer (möglichst nicht aus Glas) und Kühl- bzw. Wärmeakkus, bestenfalls mit Gel befüllt. Wer regelmässig Medikamente einnehmen muss, darf diese natürlich ebenfalls nicht vergessen. Ein gut verträgliches Schmerzmittel, eventuell homöopathische Arzneien gegen Reiseübelkeit und verdauungsregulierende Medikamente gegen Durchfall, Verstopfung und Sodbrennen sorgen für zusätzliche Sicherheit.
Wer im Urlaub ungetrübt die Freuden des Sonnenbadens geniessen will, muss sich vor den gefährlichen Strahlungen schützen. Neben einer guten Sonnenbrille mit UV-Schutz kann man nicht auf Sonnencreme oder –lotion mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor verzichten. Falls man es doch einmal etwas übertreibt, helfen kühlende Sonnenbrandsprays mit Panthenol. Besondere Vorsicht gilt bei Sonnenallergien oder sonnenbedingten Hautirritationen – Salben mit Hydrocortison sorgen hier für Linderung. Prinzipiell sollte man die aggressive Mittagssonne meiden.
Auch passionierte Wanderer, Kletterer oder Mountainbiker müssen sich manchmal mit Blasen, Prellungen oder Schürfwunden herumärgern. Blasenpflaster mit Gelpolsterung gehören also unbedingt mit auf die Tour, ebenso wie wärmende Sportsalben, die schnell Verspannungen lösen. Silberhaltige Hautcremes fördern den Heilungsprozess bei Oberflächenwunden, Wundsalben lassen aufgeriebene Rötungen über Nacht verschwinden.
Kinder kränkeln auch im Urlaub schnell einmal ohne schwerwiegenden Grund. Schmerzstillende, fiebersenkende Säfte helfen sofort über ein kleines Tief hinweg. Gegen Insektenstiche helfen natürlich auch aufgeschnittene Zwiebeln, aber wer hat die schon immer dabei? Kühlende Salben, die den Juckreiz stillen, passen hingegen in jede Handtasche. Wer herpesanfällig ist, sollte unbedingt ein virenhemmendes Medikament einpacken; sind Besuche in Hallen- oder Schwimmbädern geplant, gehört ein Mittel gegen Fuss- und Nagelpilz ins Gepäck. Wer ganz sicher sein will, packt zusätzlich noch Halsschmerztabletten, Hustensaft, Nasenspray und Kreislaufarzneien ein – das lohnt sich aber nur bei längeren Reisen.
Text: Claudia Eichhorn