Vorbeugen ist besser als Heilen

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Vorbeugen ist besser als Heilen

Gerade bei Reisen in die Tropen und Subtropen können viele Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen durch Vorbeugung vermieden werden. Nirgendwo gilt das Motto "Vorbeugen ist besser als Heilen" mehr als in diesen Ländern. In jedem Fall ist es vernünftig, fachtropenmedizinischen Rat vor der Reise einzuholen. Dafür und für besondere Fragen, Besorgnisse z.B. in Bezug auf Schwangere oder bei Vorerkrankungen, ist eine Beratung durch ein Tropeninstitut oder auch durch niedergelassene Tropenmediziner sinnvoll.

Malariarisiko

Konsequent Mückenstiche vermeiden (die Anophelesmücke, die Malaria überträgt, sticht vorwiegend abends und nachts im Haus). Prophylaktische Medikamente so lange wie nötig einnehmen (ein erfahrener Tropenarzt die entsprechende Malariaprophylaxe auswählen). Bei Symptomen wie Grippe, sofort Fiebermessen und zum Arzt gehen (Diagnose durch Blutuntersuchung sichern). Jede Malaria ist grundsätzlich bei frühzeitiger Diagnose und Therapie folgenlos heilbar.

Hygiene

Wer sich ausschließlich mit frischgekochten Nahrungsmitteln und gekochtem (d.h. sauberem) Wasser ernährt oder andere hygienisch einwandfreie Nahrungsmittel zu sich nimmt, kann sich tropische Darminfektionen kaum zuziehen. Persönliche Hygiene, insbesondere Toiletten-Hygiene, Küchen-Hygiene, Sauberkeit im Zusammenhang mit den Nahrungsmitteln, frische und ausreichende Erhitzung der Nahrungsmittel etc. sind entscheidend. Erkrankungen wie Cholera, Typhus, Shigellenruhr, Amoeben, Lamblieninfektionen, einfache Reisedurchfälle, sind so zu vermeiden. Man muss nur konsequent Verzicht üben, wenn kalte oder evtl. unsaubere Nahrungsmittel gereicht werden (z.B. Eiswürfel in Getränken!). Früchte müssen frisch geschält und allenfalls mit sauberem (!) Wasser gewaschen werden nach dem Motto: "peel it, cook it or leave it".

Durchfallerkrankungen

Die meisten Infektionskeime werden durch die Nahrung bzw. die Getränke aufgenommen. Wird die oben genannte Hygiene beachtet, so entfallen praktisch alle Durchfallerkrankungen durch Infektionserreger. Bei Fieber, Blut im Stuhl, heftigsten Schmerzen: Immer zum Arzt! Die Schlappheit bei starkem Durchfall ist durch den Salzmangel des Körpers bedingt. Die wichtigste Therapie besteht bei Durchfällen deshalb zunächst in Trinken von Elektrolytlösungen. 12 Stunden Teepause, d.h. keine Nahrungsaufnahme, nur dünnen schwarzen Tee trinken, minimal gesüßt. Auch hierzu bitte im Zweifel den Arzt kontaktieren

Impfungen

Da eventuell Impfungen durchgeführt werden müssen, sollte die Beratung durch den Arzt etwa sechs Wochen vor dem Antritt der Reise erfolgen. Folgende Impfungen sind für Kurzreisen in den meisten Tropenländern sinnvoll: Hepatitis A (Gelbsucht vom A-Typ), Typhus, Polio (Kinderlähmung), Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie. Die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie sollten auch so nicht älter als zehn Jahre sein.

AIDS/HIV-Infektionen

Bislang ist keine Therapie zur Heilung möglich. Daher besteht der einzige Schutz darin, die Infektion zu vermeiden.

Reiseapotheke

Die häufigsten Erkrankungen betreffen die Luftwege und den Magen-Darm-Trakt. Es empfiehlt sich die Mitnahme von nicht-antibiotika-haltigen Halstabletten und Nasentropfen. Elektrolyte in Pulverform sowie für den schmerzlosen, nicht blutigen Durchfall Imodium®. Erste Maßnahme ist in den Tropen immer Fieber zu messen und hierzu gehört das eigene Fieberthermometer in die persönliche Reiseapotheke.

Versicherung

Bitte kontrollieren Sie, ob ein Auslandsschutz durch ihre Reisekrankenversicherung gegeben ist und ob eine Reiserückholversicherung besteht. Beides wird dringend angeraten.