
Macht nichts. Grundsätzlich sind Babys ab der fünften Lebenswoche flugfähig. Vor der Flugbuchung sollte jedoch noch ein Check beim Kinderarzt klären, ob die Kinder gesund sind, ob Schutzimpfungen nötig sind und einem Flug nichts im Wege steht. Danach kann man sich an die Ausweispapiere machen. Denn auch Kinder müssen identifiziert werden können, entweder mit einem eigenen Ausweis oder aber als Eintrag in der Kennkarte von Mutter oder Vater.
Ist alles geklärt, sollte man die Reise frühzeitig buchen. Bei der Buchung sollte den Fluggesellschaften mitgeteilt werden, wie viele Kleinkinder mit in die Luft gehen. Bei manchen Fluganbietern fliegen Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren kostenlos mit, sofern sie keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen. Eine Sitzplatzreservierung ist zwar meistens mit Kosten verbunden, dafür aber kann die Familie zusammensitzen und sich die sichereren Plätze hinter den Trennwänden sichern. Dort kann auch eine Babytragetasche bequem untergebracht werden.
Mangels guter, sicherer Ausstattung zum Transport von Kleinkinder – Ausnahmen bestätigen die Regel – sollte man sich bei der Fluglinie über die bestehenden Sicherheitsrichtlinien zum Transport von Kleinkindern informieren. Einige Fluggesellschaften erlauben es, für den Flug zugelassene Autokindersitze mit an Bord zu nehmen. Dafür ist dann aber meistens der volle Kinderticketpreis für über Zweijährige zu zahlen. Oftmals gibt es in den Fliegern lediglich spezielle Gurte, die der Sicherheit nur schwer genügen. Sein Kind den ganzen Flug auf dem Schoss festzuhalten ist manchmal auch nicht gerade die beste Lösung. Für Kinder, bei denen die Waage mehr als 18 Kilogramm anzeigt, sind keine besonderen Sitzmassnahmen zu treffen.
Wichtig ist ebenfalls, dass die Kinder bequeme Kleidung anhaben. Die Klimaanlage kann ihnen zu schaffen machen. Zwiebellook heisst hier die Devise. Dicke Socken sollten auf jeden Fall mit: Weil die kleinen Füsschen während des Fluges anschwellen können, sollte man die Schuhe ausziehen.
Ganz bestimmt sollten sich im Handgepäck genügend Windeln, viel zu trinken (am besten geeignet sind Fruchtsäfte, stilles Wasser oder Tee), der Schnuller und das Lieblingskuscheltier befinden. Weil die Luft im Flieger ziemlich trocken ist, was manchem Kind nicht so gut bekommt, ist die Flüssigkeitsaufnahme wichtig. Besondere Nasentropfen können helfen, die Schleimhäute feucht zu halten. Äusserlich hilft auch ein feuchtes Tuch, mit dem übers Gesicht gewischt werden kann und an dem das Kind kauen kann. Beim Start und bei der Landung sollten die Kleinen auf jeden Fall trinken oder am Schnuller nuckeln. Das hilft beim Druckausgleich.
Interessant für die Kinder sind Geschichten rund ums Fliegen. Damit und mit dem Besuch am Flughafen wird die Neugier geweckt. Einen Platz am Fenster für die Grösseren unter den Kleinen finden diese spannend. Auch Lieblingsspiele helfen gegen Langeweile und um die Kinder auf ihren Plätzen zu halten. Denn Rumlaufen im Flugzeug ist nicht erlaubt. Langflüge sollten nachts stattfinden.
Überhaupt gilt: Ausgesucht werden sollten kindgerechte Reiseziele. Ausserdem sollte man daran denken, dass die Kleinen sich nicht so schnell an die neue Umgebung beziehungsweise das andere Klima gewöhnen. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Kinder einen Infekt bekommen. Übrigens: Reisebettchen und Kinderwagen können meist kostenlos als Gepäck mitgenommen werden. Wird vor der Reise alles bedacht und gelöst, können Mama, Papa und Kind guten Gewissens abheben.
Text: Maria Goldi