

Viele Kinder halten die kunterbunt verpackten Feuerwerkskörper für harmloses nettes Spielzeug, das ihnen nichts tun kann. Da hier die notwendige Einsicht in die verborgene Gefahr nicht vermittelt werden kann, dürfen Sie insbesondere kleine Kinder auf gar keinen Fall Raketen anzünden lassen. Und auch bei grösseren Kindern müssen Sie auf jeden Fall ein wachsames Auge auf das Geschehen haben. Im Zweifelsfall sollten Sie hier lieber zu streng als zu nachgiebig sein. Denn mit Schwarzpulver & Co. ist nicht zu spassen.
Sobald Feuerwerkskörper verkauft werden dürfen, finden sich mit bedauerlicher Regelmässigkeit auch illegale Billigimporte im Angebot. Diese Böller und Raketen werden ohne Aufsicht und ohne Überwachung in Billiglohnländern produziert und sind extrem gefährlich. Denn meist genügen sie keiner einzigen Sicherheitsvorschrift. Darum sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse und im Interesse Ihrer Kinder solche brandgefährlichen Sprengkörper keinesfalls kaufen. Greifen Sie stattdessen zu zertifiziertem Feuerwerk mit ausgewiesener Gefahrenklasse. Dann sind Sie mit Ihren Kindern an Silvester auf der sicheren Seite.
Kinderfeuerwerk ist eine spezielle Feuerwerkskategorie, die mit einem auf das absolute Mindestmass beschränkten Einsatz von Chemikalien auskommt. Darum können Sie Kinderfeuerwerk auch das ganze Jahr über frei erwerben, und so beispielsweise auch einem Kindergeburtstag fröhliche Knalleffekte bescheren. Doch auch bei diesem als harmlos geltenden Spass sollten Ihre Kinder mindestens 12 Jahre alt sein, bevor Sie Ihnen, wenn überhaupt, die Streichhölzer überlassen. Ganz auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie selbst ein paar Tischbomben zünden. Die gibt es in unterschiedlichen Grössen und mit unterschiedlichen netten Überraschungen für Gross und Klein. Und wenn es nur ein bisschen krachen soll, dann werfen Sie einfach ein paar ungefährliche Knallfrösche.
Wenn Ihre Kinder einen sprühenden Goldregen, eine funkelnde Wunderkerze oder ein prächtig leuchtendes bengalisches Feuer in den kleinen Händen halten, dann sind diese Klassiker des Kinderfeuerwerks für sich genommen vergleichsweise harmlos. Problematisch wird es allerdings dann, wenn die glühenden Funken auf leicht entflammbare Materialien niedergehen. Feine Synthetikbekleidung oder trockene Strohsterne können dann erstaunlich schnell Feuer fangen. Besonders brenzlig wird es, wenn der unbeabsichtigte Funkenflug dort landet, wo die übrigen Feuerwerkskörper lagern. Da kann es zu einer extrem gefährlichen Kettenreaktion kommen. Deshalb sollten Sie auch bei Kinderfeuerwerk sehr streng darauf achten, dass sich nichts leicht Brennbares in Funkenflugweite befindet. Und sorgen Sie immer dafür, dass Ihre Feuerwerksvorräte gut und sicher weggeschlossen sind.
Bewährt hat es sich auch, in jedes Zimmer einen grossen Eimer mit Wasser zu stellen. Dort können zum einen abgebrannte, aber noch heisse Wunderkerzen schnell und sicher entsorgt werden. Und zum anderen hat man für den Fall des Feuerfalles sofort Löschwasser parat.
Silvester und Feuerwerk gehören untrennbar zusammen. Dennoch müssen Sie immer im Hinterkopf behalten, dass Feuerwerkskörper ihre visuelle und akustische Faszination mit Hilfe von Sprengstoff und Flammen erzielen. Beides hat in Kinderhänden definitiv nichts zu suchen. Wenn Sie qualitativ hochwertiges Feuerwerk möglichst geringer Gefahrenstufe besorgen und dieses auch selbst mit Umsicht und Sicherheitsbewusstsein entzünden, dann werden Sie und Ihre Kinder ganz sicher viel Spass an der Pyrotechnik haben.
Text: Carina Collany