

Wenn jemand mit Katze, Hund oder Frettchen in oder durch die EU reisen möchte, braucht seit 2004 einen EU-Heimtierausweis, der von jedem Tierarzt mit Praxisbewilligung ausgestellt wird. Der Ausweis enthält Informationen über das Tier, über den Eigentümer, sowie allen Impfungen, die das Tier hat. Ausserdem muss das Tier gegen Tollwut geimpft und mittels Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet sein. Die Tollwutimpfung muss mindestens 3 Wochen vor Grenzübertritt erfolgt sein.
Hunde sind generell sehr anhänglich und begleiten Herrchen oder Frauchen am liebsten überall hin. In den meisten Fällen sind sie zumindest das Autofahren von klein an gewöhnt, sodass auch weitere Autoreisen für den Hund kein Problem sind. Bei geplanten Fernreisen sieht die Sache jedoch schon anders aus: Hunde bis zu 5 kg dürften von den meisten Fluggesellschaften aus in der Kabine mitgenommen werden. Hunde über 5 kg müssen allerdings in den Frachtraum. Eine Mitnahme sollte allerdings vorher unbedingt mit dem Tierarzt abgesprochen werden, da Reisen im Flugzeug mit kranken oder alten Hunden für das Tier lebensgefährlich werden kann, da der Druck im Frachtraum geringer ist als in der Kabine. Ferner sollte man darüber nachdenken, ob dem Tier nicht mehr geholfen ist, wenn man ihm die Strapazen der Reise sowie die extreme Klimaumstellung in fernen Ländern nicht eher ersparen möchte.
Die Katze ist grundsätzlich eher ein Reisemuffel und bleibt am liebsten in ihrer gewohnten Umgebung. Eine Betreuung durch Freunde oder Verwandte, die gut mit der Katze umgehen können, ist dem Tier wesentlich lieber als die Strapaze einer Reise. Falls es sich doch nicht vermeiden lässt, sollte hier eher der Zug als Reisemittel verwendet werden, da es hier am ruhigsten zugeht. Gut verstaut im Katzentransporter und der eventuellen Verabreichung eines Beruhigungsmittels (unbedingt zuvor mit dem Arzt absprechen/verordnen lassen), sollte das Reisen für die Katze relativ angenehm sein.
Tierhalter, die beabsichtigen zu verreisen und ihr Tier mit auf die Reise zu nehmen, sollen sorgfältig zwischen der Belastung der weiten Reise und dem eventuellen Getrenntsein vom geliebten Haustier, gut abwägen. Wenn Sie sich doch dafür entscheiden, das Tier mitzunehmen, und Sie mit dem Auto oder dem Zug unterwegs sind, sollten Sie auch hierbei auf einiges achten. Wenn Sie den Hund im Zug mit auf die Reise nehmen, sollte das nur dann geschehen, wenn er sich auch brav verhält. Ein Hund, der aufgrund von Menschenmengen auf engem Raum durch Zuschnappen zur Gefahr wird, sollte unbedingt mit Maulkorb ausgestattet reisen. Beim Verreisen mit dem Auto soll darauf geachtet werden, dass der Hund in der fest installierten Box transportiert wird. Sorgen Sie für genügend Pausen während der Fahrt, genügend Frischwasser und genügend Frischluftzufuhr im Auto. Dann wird das Reisen für das Tier und den Halter relativ stressfrei verlaufen.
Text: Tina Voss