
Wer sich schon vor der Abreise intensiv mit dem Reiseziel vertraut macht, wird sich in dem fremden Land von Beginn an heimischer fühlen als unvorbereitete Reisende. Kaufen Sie einen guten Reiseführer oder sehen Sie sich einen Dokumentarfilm über das Land an und studieren Sie die Landkarte. Manche Reisende lieben es auch, sich die Sehenswürdigkeiten, die sie unbedingt besuchen würde, bereits herauszusuchen und einen Reiseplan zu erstellen, der diese Punkte bereits einplant. Das ist natürlich Typ- und Geschmackssache. Über Land, Leute, Währung, Essen und Co vorab schon Bescheid zu wissen, ist aber nie verkehrt!
Der Weltsprache Englisch mächtig zu sein, kann einem rund um die Welt über die grössten Sprachbarrieren hinweg helfen. Ein paar Phrasen der Landessprache zusätzlich zu lernen, kann einem zudem nicht nur helfen, zu kommunizieren, sondern bringt einem mancherorts bestimmt auch ein paar Sympathiepunkte ein. Wichtig sind Gruss- und Abschiedsworte, "Bitte!", "Danke!", die Essensbestellung und die Frage "Wo ist…?". Versuchen Sie auch, mit den Einheimischen generell ins Gespräch zu kommen. Dies sind oft die einprägendsten Reiseerlebnisse.
Je leichter Ihr Gepäck, umso leichter werden Sie sich auf Ihrer Reise fühlen. Schweres Gepäck gestaltet vor allem die An- und Abreise mühsam und belastet damit den Reisespass. Versuchen Sie auch, vor allem tagsüber die öffentlichen Verkehrsmittel den Taxis vorzuziehen. Hier kann man sich unter die Einheimischen mischen und so manches Interessante aufschnappen.
Sie reisen, um das Fremde kennen zu lernen - und essen dort dennoch nur Burger, Pizza, Spaghetti und Co? Das sollten Sie nicht tun! Die regionalen Gerichte nicht zu probieren, ist eigentlich ein wahrer Frevel. Die meisten Länder haben mit köstlichen Speisen (und leckeren Weinsorten) aufzuwarten, die nur darauf warten, von Ihnen gekostet zu werden!
Idealerweise wohnt man im Reiseland bei Freunden oder Bekannten, um Land und Leute ganz nah kennen zu lernen. Nicht immer aber hat man Freunde in Indien, in England, in China oder in den USA. Dennoch lässt es sich einrichten, sich in familiengeführten Pensionen einzumieten, bei denen man die Lebensart der Einheimischen hautnah mitbekommt. Grosse Hotels sind viel unpersönlicher und sehen irgendwo in jedem Land mehr oder weniger gleich aus.
Spielen Sie gerne Tennis? Joggen Sie gerne morgens? Fahren Sie zuhause immer mit dem Rad in die Arbeit und zum Einkaufen? Dann tun Sie dies auch in ihrem Reiseort. Sie lernen die Stadt, das Land, den Ort aus einer ganz anderen Perspektive kennen als wenn Sie sich nur als sehenswürdigkeitenjagender Tourist durch die Lande bewegen.
Besuchen Sie nicht nur Museen und Konzerte! Besuchen Sie eine Auktion, gar eine Hausversteigerung oder eine Gerichtsverhandlung in der Stadt! Nehmen Sie am Leben ausserhalb des gewöhnlichen Tourismus teil. Nur so lernen Sie Land und Leute von ihrer anderen und wahrscheinlich interessanteren Seite kennen.
Auch wenn es vieles zu sehen gibt: Machen Sie sich keinen Stress bei der Besichtigung. Man muss nicht ALLES gesehen haben, um einen umfassenden Eindruck von dem Reiseziel zu bekommen. Lieber sollten Sie sich auch mal für ein oder zwei Stunden auf einer Parkbank bequem machen, den Kindern beim Spielen, den Müttern beim Plaudern und den alten Herrschaften beim Taubenfüttern zuschauen können. Nur dann sind es Ferien, und nur dann bedeutet Reisen auch Erholung vom Alltag!
Text: Manou Rade