
Es gibt viele Möglichkeiten, Budapest zu erkunden. Dies gemütlich bei einer Schiffsfahrt auf der Donau zu tun, ist aber ein besonderes Erlebnis, welches man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Immerhin liegen viele der Sehenswürdigkeiten wie das Opernhaus und das Parlament an den Ufern der Donau und können so bequem bestaunt werden. Mit 270 Metern ist das Parlament das längste Gebäude des Landes und wohl eines der schönsten Bauwerke der Stadt.
Die Kettenbrücke ist die bekannteste aller Brücken und war die erste feste Brücke über die Donau. Der schönste Platz Budapests ist der Heldenplatz. Dieser ist das Tor zum Budapester Stadtwäldchen, wo sich übrigens das über die Landesgrenzen hinaus bekannte Restaurant „Gundel“ befindet, welches vom Erfinder der bekannten Gundelpalatschinken gegründet wurde.
Auf der Fischerbastei in der historischen Altstadt hat man die faszinierendste Aussicht über sämtliche Sehenswürdigkeiten der Stadt. Gleich in der Nähe befindet sich die Matthiaskirche, auch Krönungskirche genannt, denn hier fand 1867 u.a. die Krönungszeremonie des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. statt.
Budapest wird auch Stadt der Museen genannt. Immerhin machen mehr als 50 Museen und Galerien eine ausgiebige Besichtigungstour nicht nur bei Regenwetter interessant. Vor allem die beiden grössten, das Ungarische Nationalmuseum und das Historische Museum, sollte man sich nicht entgehen lassen.
Keinesfalls versäumen sollte man auch einen Besuch in der Markthalle. Hier kann man neben unzähligen Verkaufsständen mit traditionellen ungarischen Lebensmitteln wie Salami, Wein und Paprika auch ungarisches Handwerk kaufen und dem lebhaften Treiben der Budapester beiwohnen.
Ruhe und Entspannung hingegen findet man auf der Margareteninsel. Diese ist die grüne Oase im Herzen der Stadt und liegt inmitten der Donau. Auf der 2,5 km langen Insel kann man entspannt die liebevoll angelegten Parkanlagen geniessen. An Sommerabenden dienen diese oft als Freilichtbühne für diverse Opern- und Ballettvorführungen.
Budapest ist reich an Thermalquellen und Badeheilanstalten und so wurde ihr bereits nach dem 1. Weltkrieg der Titel «Badestadt» verliehen. Die Vielzahl von Thermalbädern steht aber nicht nur den Ungarn zur Verfügung: Die bekannteste Anstalt ist wohl das Gellért Heilbad, welches sich vor allem bei Touristen grösster Beliebtheit erfreut. Ein Bad im warmen Wasser verspricht besonders bei Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie Linderung bei asthmatischen Beschwerden.
Die für Ungarn bekannteste Speise ist wohl das allseits beliebte Gulasch. Dieses mit Paprika gewürzte Gericht führt noch immer die Beliebtheitsskala der ungarischen Speisen an. Aber auch Fischsuppe und Gänseleber (gebraten oder gegrillt) landen immer häufiger auf den Tellern der Budapester Gäste. Bei den Süssspeisen sind die Doboschtorte, eine aus mehreren Schichten bestehende Mehlspeise, die Gundelpalatschinke (gefüllt mit einer Nuss-Schokolade-Mischung) und Strudel in sämtlichen Variationen die Klassiker schlechthin. Allein schon der ungarischen Küche wegen ist ein Besuch in Budapest empfehlenswert.
Einen erlebnisreichen Tag in der Stadt lässt man übrigens am besten in einem der vielen gemütlichen Kaffeehäuser, welche noch aus der K&K Monarchie entstammen, ausklingen.
Text: Lisa Roth