
Rom liegt zwischen den Apenninen und dem Tyrrhenischen Meer und war einst das administrative Zentrum des römischen Reichs. Der Ursprung Roms findet sich in der Sage von Romulus und Remus wieder, demzufolge die vom Kriegsgott Mars geschändete Prinzessin Rhea Silvia Zwillinge zur Welt brachte und diese am Tiber aussetzte. Der Fluss trieb die Zwillinge zum Hügel Palatin, wo sie von einer Wölfin gefunden und gesäugt wurden, bis ein Schäfer die beiden Säuglinge fand. Jahre später tötete Romulus seinen Bruder Remus und gründete Rom.
Rom hat einiges zu bieten und zählt daher zu einem der begehrtesten Touristenziele überhaupt. Daher ist der Tourismus eine der bedeutendsten Einnahmequellen der Stadt, und ganzjährig ist mit einem beständigen Kommen und Gehen von Besuchern zu rechnen. Bis vor kurzem wurde Rom als zu laut, chaotisch und heruntergekommen kritisiert, die Milleniumsfeiern im Jahr 2000 waren der Anstoss zur Vollendung eines umfangreichen Programms zur Stadterneuerung. Gerüste wurden abgebaut und wunderschön restaurierte Fassaden, renovierte Museen und ein modernes öffentliches Verkehrssystem kamen zum Vorschein.
Planen Sie eine Reise im August, dann gilt es zu bedenken, dass in diesem sehr heissen Monat die meisten Einwohner selbst an die Küste reisen, daher sind viele Bars und Geschäfte zu dieser Zeit geschlossen. Die Strassen sind dann ungewohnt leer, mit Ausnahme der Touristenscharen.
Das riesige, ovale, 186 Meter lange, 153 Meter breite und rund 47 Meter hohe Kolosseum befindet sich in der Nähe der Via Sacra und des Arco di Costantino und wurde im Jahre 80 n. Chr. vom Sohn Kaisers Vespasians, Titus, fertig gestellt. Das Kolosseum wurde für eine ganz besondere Art der Unterhaltung genützt: Gladiatoren mussten hier gegeneinander oder mit Löwen oder anderen wilden Tieren kämpfen, der Ausgang dieser Kämpfe war immer tödlich. Im Laufe der Jahre wurde dieser Bau von Erdbeben erschüttert, weshalb heute nur mehr die Grundmauern mit den frei liegenden Passagen stehen.
Das Pantheon zählt zu den schönsten und besterhaltenen Denkmälern des antiken Roms und ist zu einem Symbol der Stadt geworden. Im Zeitraum 119 – 128 n. Chr. liess Kaiser Hadrian den runden Bau als Tempel für die Götter errichten, im Jahre 608 wurde es dann in eine Kirche umgewandelt. Der Radius der Kuppel entspricht auch genau deren Höhe, daher dringen Licht und Regen durch eine neun Meter grosse Öffnung (Oculus) in die Mitte der Kuppel ein. Besonders bestaunt werden heute die grossen Messingtüren, die noch aus dem ursprünglichen Bauwerk aus der Römerzeit stammen.
Der Petersdom liegt über einem ehemaligen Schrein, welcher angeblich die Grabstätte des Heiligen Petrus sein soll. Obwohl der Bau damals schon 1000 Jahre zeichnete, liess Papst Julius II. den ursprünglichen Bau im Jahre 1506 abreissen und eine neue Basilika errichten. Während dieser 120 Jahre andauernden Bauarbeiten wurden eine Reihe namhafter Künstler wie beispielsweise Michelangelo, Alberti, Bramate oder Raphael beschäftigt. Dies spiegelt sich natürlich auch im Inneren des Petersdoms wider. Michelangelo, der die Verantwortung für die riesige Kuppel und die stützende Säulentrommel trug, starb aber bevor das Werk im Jahre 1590 fertig gestellt wurde.
Text: Sabine Trach