
Um die Zertifizierung für ein Eigenheim zu erhalten, müssen strenge Anforderungen eingehalten werden. Diese betreffen nicht nur die Gebäudehülle, sondern auch den systematischen Luftwechsel und den Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer. Da die Anforderungen bei einem Neubau anders sind als bei Altbau-Modernisierungen, erkundigt man sich am Besten bei der entsprechenden Zertifizierungsstelle.
Bauten nach Minergie-Standards sind auf der Investitionsseite 3 bis maximal 10 Prozent teurer als konventionelle. Aber bei den Betriebskosten (Wartungs- und Energiekosten) sowie im Unterhalt schneiden sie sehr viel besser ab. Deshalb sind die höheren Investitionskosten in der Regel bereits nach sieben Jahren amortisiert. Ob sich die Investition in Minergie auf dem Mietmarkt bezahlt macht, verrät die Minergie-Marktanalyse der Zürcher Kantonalbank (ZKB).
Falls Sie nach Fachleuten (Architekten, Energieplanern, Küchenbauern, Installateuren usw.) suchen, die sich mit Minergie-Standards auskennen, finden Sie die entsprechenden Adressen hier.
Finanzierungshilfe bei Minergie-Bauten gibt es via das so genannte Gebäudeprogramm sowie einige Kantone. Unter www.energiefranken.ch gelangen Sie schnell zu Ihren Förderbeiträgen. Zudem bieten Banken (z. B. die ZKB) Hypothekarkredite zu Vorzugskonditionen an.
Übrigens: Minergie-Modernisierungen sind auch steuerrelevant, weil die Kosten für die überwiegend baulichen Massnahmen als ordentliche Unterhaltskosten von den Steuern abgezogen werden können.
Falls Sie nach Minergie-Standards bauen oder modernisieren möchten, melden Sie sich am besten schon vor der Planungsphase bei der kantonalen Zertifizierungsstelle und lassen sich beraten.