Boom: Bauen nach Minergie-Standards

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Boom: Bauen nach Minergie-Standards

Wie eine Studie der Zürcher Kantonalbank (ZKB) zeigt, hat sich die Anzahl der Minergie-Gebäude in der Schweiz verdreifacht. Aber: Was versteht man unter Minergie? Und wie sucht man sich bei Neubauten oder Altbau-Modernisierungen die richtigen Partner aus?
 
Von Gabi Hophan
«Minergie» ist eine weltweit geschützte Marke für nachhaltiges Bauen. Das Label umfasst vier Standards, nämlich Minergie, Minergie-P, Minergie-Eco sowie Minergie-P-Eco. Nach Minergie-Standards kann sowohl bei Neubauten als auch bei Altbau-Modernisierungen gebaut werden. Zudem gibt es Minergie-zertifizierte Einzelbauteile. Die Vorteile sind insgesamt: höherer Komfort, verbesserte Werthaltung und deutlich tiefere Energiekosten.

Unterschiedliche Anforderungen

Um die Zertifizierung für ein Eigenheim zu erhalten, müssen strenge Anforderungen eingehalten werden. Diese betreffen nicht nur die Gebäudehülle, sondern auch den systematischen Luftwechsel und den Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer. Da die Anforderungen bei einem Neubau anders sind als bei Altbau-Modernisierungen, erkundigt man sich am Besten bei der entsprechenden Zertifizierungsstelle.

Investitionskosten schnell amortisiert

Bauten nach Minergie-Standards sind auf der Investitionsseite 3 bis maximal 10 Prozent teurer als konventionelle. Aber bei den Betriebskosten (Wartungs- und Energiekosten) sowie im Unterhalt schneiden sie sehr viel besser ab. Deshalb sind die höheren Investitionskosten in der Regel bereits nach sieben Jahren amortisiert. Ob sich die Investition in Minergie auf dem Mietmarkt bezahlt macht, verrät die Minergie-Marktanalyse der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Minergie-Fachpartner finden

Falls Sie nach Fachleuten (Architekten, Energieplanern, Küchenbauern, Installateuren usw.) suchen, die sich mit Minergie-Standards auskennen, finden Sie die entsprechenden Adressen hier.

Finanzierungshilfe

Finanzierungshilfe bei Minergie-Bauten gibt es via das so genannte Gebäudeprogramm sowie einige Kantone. Unter www.energiefranken.ch gelangen Sie schnell zu Ihren Förderbeiträgen. Zudem bieten Banken (z. B. die ZKB) Hypothekarkredite zu Vorzugskonditionen an.
 
Übrigens: Minergie-Modernisierungen sind auch steuerrelevant, weil die Kosten für die überwiegend baulichen Massnahmen als ordentliche Unterhaltskosten von den Steuern abgezogen werden können.

Vorgehensweise

Falls Sie nach Minergie-Standards bauen oder modernisieren möchten, melden Sie sich am besten schon vor der Planungsphase bei der kantonalen Zertifizierungsstelle und lassen sich beraten.