
Ob man eine Hauseinfahrt nun mit Pflastersteinen auslegen möchte, oder doch lieber zum Asphalt greift, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Pflastersteine sind schon recht günstig zu haben und können ohne sonderlich grosse Unterbauarbeiten verlegt werden. Für einen dauerhaft stabilen Asphaltboden muss bereits in der Tiefe gut vorgesorgt sein. Hier müssen beginnend in einem knappen Meter Tiefe mehrere Schichten Kies verdichtet werden und idealerweise mit Mineralgranulat zur Oberseite abgeschlossen werden. Der Asphalt selbst ist gar nicht so teuer, jedoch der Maschinenpark, der zur Aufbringung erforderlich ist schlägt zusammen mit der anfallenden Arbeitszeit oft stark zu Buche.
Pflastern ist vor allem für Privatleute wohl die meist gewählte Variante. Ohne grosse Arbeiten in den Tiefen des Erdreichs können die Steine relativ schnell verlegt werden. Ein solcher Bodenbelag kann schon recht günstig erworben werden, natürlich kosten exklusivere Modelle deutlich mehr. Entscheidend für die Wahl zwischen Pflastersteinen und Asphalt ist zudem die zu erwartende Belastung. Wenn die Einfahrt regelmässig von schweren Fahrzeugen wie Lastkraftwagen befahren wird, lohnt sich Asphalt. Mit einem entsprechenden Unterbau hält er dauerhaft länger, Fahrrinnen entstehen deutlich langsamer. Daher wird Asphalt mit Vorliebe auf Firmengeländen mit ständigem Werksverkehr verwendet.
Im privaten Rahmen sind im Regelfall nur Personenkraftwagen zu erwarten. Ein gut verlegtes Pflaster wird hier keine Probleme machen. Im Gegensatz zur geschlossenen Asphaltdecke ist die Pflege der Pflastersteine mitunter aber aufwändiger. Nach einiger Zeit wird sich erstes Unkraut in den Fugen ansiedeln, das immer wieder entfernt werden muss. Die Lücken zwischen den Pflastersteinen haben allerdings auch Vorteile. Durch sie kann bei Regen das Wasser gut in den Boden sickern. Asphaltierte Einfahrten benötigen je nach Grösse eventuell einen eigenen Abfluss, da das anfallende Regenwasser sonst nicht mehr abfliessen kann. Auch das muss in den Anschaffungskosten bereits berücksichtigt sein. Sollen grosse Flächen gepflastert werden, können besondere Steine verwendet werden, die porös und damit wasserdurchlässig sind. Auf diese Weise entsteht zu keiner Zeit Staunässe.
Ob nun Pflasterstein oder Asphalt, beide Varianten können nur sich nur dauerhaft bewähren, wenn zuvor der Untergrund entsprechend gut vorbereitet wurde. Der Aufwand für den Asphaltboden ist zwar aufwändiger, dafür bleibt die Einfahrt dann aber auch für viele Jahre in ihrer Form unverändert und stabil. Auch für eine gepflasterte Einfahrt muss der Untergrund jedoch vorbereitet werden. Dieser Schritt gestaltet sich allerdings einfacher, da man weniger tief in das Erdreich vordringen muss. Verzichtet man jedoch völlig auf die Vorbereitung des Untergrunds, kann die Oberfläche der gepflasterten Einfahrt schon nach kurzer Zeit uneben werden. Es entstehen deutliche Fahrrinnen und einzelne Steine können sich lösen.
Ob eine Einfahrt asphaltiert oder gepflastert werden soll, ist nicht nur Geschmacksfrage. Entscheidend ist die Frage, wie stark anschliessend die Einfahrt beansprucht wird. Sind regelmässig schwere Fahrzeuge zu erwarten, lohnt die aufwändige Asphaltierung, für den Privatbereich reicht in der Regel auch die Verlegung von Pflastersteinen aus.
Text: Daniel D. Eppe