Möglichkeiten der Dachsanierung
Alte Dächer bringen besondere Problematiken der Dachsanierung mit sich. Informieren Sie sich hier über einige mögliche Sanierungsmassnahmen.
Von Gergina Hristova
Das Wohnen in alten Häusern liegt voll im Trend. Doch die Dächer mancher älterer Immobilien oder Liebhaberobjekte haben unter den jahrzehntelangen Einflüssen der Witterung gelitten und bringen eine mangelnde Wärmedämmung, Löcher, Risse und verblasste Farben mit sich. Wenn wir berücksichtigen, dass die durchschnittliche Lebensdauer eines Dachs bei 30 bis 50 Jahren liegt, erstaunt es nicht, dass viele der zwischen 1957 und 1977 gebauten Häuser einer Dachsanierung bedürfen.
Besondere Problematik alter Dächer
Während sich kleinere Ausbesserungen relativ einfach anbringen lassen, stellt sich bei einer umfassenden Sanierung von älteren Dächern ein besonderes Problem: Bei vielen alten Häusern ist der Dachstuhl nicht tragfähig genug für ein schweres Ziegeldach. Dies ist im besonderen bei mit Bitumen oder Dachpappe gedeckten Dächern der Fall, denn hier hält die Unterkonstruktion das Gewicht eines neuen und schweren Ziegeldachs nicht aus. Eine Verstärkung des Dachstuhls ist aber teuer und arbeitsintensiv.
Metalldachpfannen
Bevor die Abrissbirne kommt, sollte allerdings über preisgünstige Alternativen wie Metalldachpfannen oder Metalldachziegelplatten nachgedacht werden. Mit nur fünf Kilogramm Gewicht pro Quadratmeter lassen sich Metalldachpfannen problemlos über das alte Dach verlegen. Im Gegensatz zu Dachziegeln muss dabei weder der Dachstuhl verstärkt, noch die alte Dacheindeckung entsorgt werden. Dies wiederum spart Zeit, Kosten und Ärger.
Witterungsbeständig und korrosionsfest
Einmal verlegt, sehen Metalldachpfannen selbst nach vielen Jahren noch gut aus. Dank ihrer glatten Oberfläche sind sie schmutzabweisend, kratz- und korrosionsfest. Für die sturmsichere Befestigung werden vier bis sechs Schrauben pro Quadratmeter verwendet. Dabei sorgt die abgerundete Form der Dachpfannen dafür, dass selbst starker Regen sanft und leise an ihnen abperlt. Die Bewohner des Hauses werden nicht in ihrem Schlaf gestört.
Vielfältiges Angebot
Metalldachpfannen (beispielsweise von Luxmetall) oder Metalldachziegelplatten (z. B. von Metallo) sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Formen und Farbvarianten erhältlich. Unter Berücksichtigung der geltenden Bauvorschriften kann so jeder Hausbesitzer die Dachoptik seinem individuellen Geschmack anpassen.
Unzureichende Wärmedämmung
Ein weiteres Problem bei Dächern älterer Häuser ist die unzureichende Wärmedämmung. Anzeichen für die notwendige Erneuerung sind kalte Räume im Winter und unangenehme Hitze im Sommer. Mit einer Dachsanierung lässt sich ein Haus jedoch effizient dämmen. Das dreifache Resultat: Die Energiekosten sinken, der Wert der Immobilie steigt, und es ergibt sich zusätzlicher Wohnraum.
Lohnenswerte Energieeffizienz
Eine bessere Dämmung, die auch den sommerlichen Wärmeschutz berücksichtigt, gute Dampfsperren, moderne Fenster und eine ausgeklügelte Heiztechnik machen aus alten Speichern im Handumdrehen neue Räume. Auf Wunsch ist auch ein Niedrigenergie- und Passivhausstandard mit Photovoltaik- und Solaranlage möglich.
Diverse Förderprogramme
Nimmt der Bauherr Fördergelder in Anspruch, kann er zusätzlich sparen. Eine sinnvolle und wirtschaftlich durchgeführte Sanierung muss für den Eigentümer keine finanzielle Belastung mit sich bringen. Energiefachstellen unterstützen nicht nur Gebäudechecks, sondern fördern auch wärmetechnische Sanierungen von Gebäudehüllen sowie den Anschluss von Häusern an mit erneuerbarer Energie gespeiste Wärmenetze.
(Bild: epr/Luxmetall)