So läuft der Verkauf Ihres Eigenheims rund
Das Eigenheim ist nicht immer eine Anschaffung fürs Leben. Manchmal muss man sich wieder davon trennen. Wir haben uns mit Immobilien- maklerin Susanne Erismann von e-mmobilien, Inger Blomquist von Re-Done Homestaging und Martin Loosli von der ZKB über Tipps zum Hausverkauf unterhalten.
Von Gabi Hophan
Ideal ist, einen Verkauf langfristig zu planen und damit ca. ein Jahr vor dem gewünschten Auszugstermin zu beginnen. Das gibt einem Zeit, notwendige Schönheitsreparaturen zu machen. Denn eine gepflegte Immobilie lässt sich rascher und viel einfacher verkaufen und bringt mehr Geld (vgl.
Homestaging).
Verkauf im Do-it-yourself-Verfahren
Wer den Verkauf selbst in die Hand nehmen will, spart zwar die Maklergebühren, ist aber für alles selber verantwortlich. Dazu gehört das Erstellen der Verkaufsdokumentation, das Beschaffen der notwendigen Verkaufsunterlagen, das Inserieren in Zeitungen oder im Internet, das Durchführen von Objektbesichtigungen, das Führen von Verkaufsverhandlungen sowie die endgültigen rechtlichen Schritte (Kaufvertrag, finanzielle Abwicklung usw.). Ein wichtiger und oft unterschätzter Aspekt ist zudem die Beobachtung der aktuellen Marktsituation.
Tipp: Seien Sie telefonisch und per E-Mail gut erreichbar, präsentieren Sie das Objekt immer aufgeräumt, nehmen Sie sich Zeit für Besichtigungen, seien Sie kritikfähig, und nehmen Sie Absagen nicht persönlich. Machen Sie so lange weiter, bis Sie eine schriftliche Kaufzusage und Anzahlung bzw. den Kaufvertrag in Händen halten. Blosse Versprechungen kosten nur Zeit.
Verkauf durch Immobilientreuhänder
Der Treuhänder stellt die Arbeiten rund um den Hausverkauf zwar in Rechnung, verfügt aber über viel Erfahrung und kennt sowohl den Immobilienmarkt als auch die Immobilienpreise. Durch sein Büro ist er ständig erreichbar, hat verkäuferisches Geschick und gute Berater bei der Bank. Er kennt sich mit Verträgen aus und gibt auch unsicheren Käufern Vertrauen.
Zuerst verkaufen oder kaufen?
Wer verkauft, bevor er ein Ersatzobjekt findet, hat mehr Zeit für den Verkauf und muss keine schlechte Kaufpreisangebote annehmen. Dafür hat er dann zwar vielleicht plötzlich einen Käufer, selbst aber noch kein neues Zuhause. Wer zuerst kauft, hat mehr Zeit für die Suche, steht dafür aber beim Verkauf unter Umständen unter Druck, weil er nicht zwei Immobilien finanzieren will (oder kann). Tipp: Wer diese Variante vorzieht, sollte den Verkaufspreis der Altimmobilie möglichst tief in die Neufinanzierung einplanen. Dann fehlt kein benötigtes Eigenkapital.