Vom Alt- zum Neubau

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Vom Alt- zum Neubau

Alte Häuser haben ihren Charme, doch haben sich unsere Ansprüche ans Wohnen erheblich geändert. Ein gutes Beispiel ist das Badezimmer. Es wünschen sich heute viele eine grosszügige Wellness-Oase, wo man sich nach einem anstrengenden Arbeitstag entspannen kann. Im Gegensatz zu früher, war das Bad ein schlichter kleiner Raum, oft nur mit einem Waschbecken und einer Badewanne, gerade groß genug, um dem Zweck der täglichen Hygiene Genüge zu tun. Von Dusche, Whirlpool oder großzügigen Wachtischen keine Spur. Ähnlich ist es mit der kleinen Wohnküche, der guten Stube, den Schlafkammern – über die reine Zweckerfüllung hinaus wurde wenig von den Räumen erwartet. Entsprechend kleinzellig sind die Grundrisse.
Werden nur kleinere Veränderungen wie ein Zusammenlegen oder Abtrennen der vorhandenen Räume vorgenommen, hält sich der Umbauaufwand in Grenzen. Müssen jedoch, beispielsweise bei Durchgangszimmern, echte Umplanungen vorgenommen werden, um die Räume separat zu erschließen oder werden ganze Raumabfolgen verändert, geht es nicht ohne Architekt und Statiker.
Je nach persönlichen Lebensbedürfnissen werden Grundrissänderungen bei ähnlicher Ausgangslage am Ende trotzdem völlig anders aussehen. Während der eine die reine Funktionsküche bevorzugt, um mehr Platz für die gemütliche Runde im Wohnbereich zu haben, träumt der andere von der großzügigen Wohnküche, in der gegebenenfalls auch Gäste mitfeiern können.

Familiengerecht

Familien mit zwei oder mehr Kindern brauchen ein „Kommunikationszentrum" und davon getrennte Rückzugsräume. Der große Wohn- und Lebensbereich, mit (Wohn-) Küche sollte ergänzt werden durch ein großes Bad, ein Duschbad und ein zusätzliches WC, das elterliche Schlafzimmer, Kinderzimmer, Büro und/oder multifunktionales Zimmer für Gäste, Freizeit, Hausarbeit.

Lifestylegerecht

Für den Single oder das Paar mit einem oder ohne Kind sind weite, großzügige Räume bis hin zu Durchbrüchen, die die Geschosse zueinander öffnen, typisch. Der Wohn-/Essbereich zeichnet sich aus durch fließende Übergänge. Das Schlafzimmer mit integrierter Ankleide und Bad, der Gästebereich mit eigenem Duschbad, und je nach Lebensumstand Kinder- und Arbeitszimmer ergänzen das Raumprogramm.

Arbeitsgerecht

Vor allem Selbstständige, die von zu Hause aus arbeiten, brauchen mehr als ein Home-Office. Der Arbeitsbereich wird Sinnvollerweise vom Wohnbereich getrennt, möglichst mit eigenem Zugang und einem Arbeits- sowie einem Besprechungsraum, einer kleinen Teeküche und separatem WC.

Altersgerecht

Für Ältere steht die barrierefreie Gestaltung im Vordergrund. Wohnen auf einer Ebene muss im Notfall möglich sein. Das heißt, dass auf der Ebene des Wohn-/Essbereiches ein weiteres Zimmer, das als Schlafzimmer nutzbar ist, eingeplant wird sowie ein ausreichend großes Bad. Die Durchgänge müssen für Rollstühle und Gehhilfen breit genug sein – selbstverständlich ohne Stolperschwellen.