
Der genaue Zeitpunkt für die Aussaat ist je nach Pflanze ganz verschieden. Zur Orientierung finden sich auf jeder Samentüte die empfohlenen Zeiträume zur Saat. Grundsätzlich beginnt jedoch die Aussaat der warmen Vorkultur bereits im Januar und kann bis April fortgesetzt werden. Freilandpflanzen werden zwischen März und Mai gesät, spätere Kulturen in den Monaten Juni bis September.
Damit alle ausgesäten Pflanzen auch erfolgreich keimen können, sollte man auf normale Gartenerde weitgehend verzichten. Diese enthält nicht nur Schädlinge, sondern auch oft unbemerktes Unkraut. Besser eignet sich hier Kompost oder verbrauchsfertiges Kultursubstrat. Einige Substrate bestehen lediglich aus Torf und Dünger und garantieren schnelle und zufrieden stellende Keimergebnisse.
Pflanzen, die bereits in den kalten Monaten gesät werden, sollten zunächst in warmer Umgebung vorbereitet werden. Das kann ein warmes Plätzchen im Haus oder auch ein kleines Gewächshaus sein. In Schalen oder Töpfen werden die Samen dann auf sandige Erde ausgestreut. Dabei sollten die einzelnen Samen nicht zu eng aneinanderliegen, da sie sich sonst später gegenseitig beim Wachstum hindern. Damit die Samen gut keimen können, sollte auf gleich bleibende Feuchtigkeit, Temperatur, ausreichend Licht und Lüftung geachtet werden. Sobald sich aus den Samen erste kleine Pflanzen gebildet haben, sollten diese einzeln umgepflanzt werden, damit sie weiter wachsen und gedeihen können. Werden die Temperaturen dann milder, können sie ins Freie übergesiedelt werden.
Später gedeihende Pflanzen können direkt im Freiland ausgesät werden. Der Boden der Beete sollte dabei möglichst locker und frei von Unkraut sein. Eine gute Portion Kompost reichert den Boden zudem mit wertvollen Nährstoffen an. Der Boden sollte nun mit einem Rechen glatt geharkt und mit Saatrillen versehen werden. Der Samen wird nun mit ausreichend Abstand in die Rillen gegeben, mit ein wenig Erde eingebettet und anschliessend gewässert. Beim ersten Wässern ist Vorsicht geboten, da die Samen sich sehr schnell aus dem Boden lösen und weggeschwemmt werden könnten. Mit gleich bleibender Feuchtigkeit entstehen in den folgenden Tagen und Wochen erste kleine Pflänzchen, die dann zu ihrer finalen Position umgepflanzt werden können.
Auch die Aussaat von frischem Rasen muss gut vorbereitet sein. Der Untergrund muss gut aufgelockert und anschliessend glatt geharkt werden. Natürlich sollte sich möglichst kein Unkraut auf der zukünftigen Rasenfläche befinden. Das Saatgut, das am besten in den Monaten zwischen April und Juni ausgesät wird, muss nun möglichst gleichmässig auf den Boden verteilt werden. Welche Menge Samen pro Quadratmeter benötigt wird, erläutert die Packungsaufschrift des Samens. Ist der Samen verteilt, wird er mit dem Rechen in den Boden eingeharkt, der anschliessend angepresst werden muss. Bis der Rasen nun seine ersten Keime zeigt, muss die Saatfläche immer gleichmässig feucht gehalten werden.
Mit etwas Geduld und Liebe gelingt das Aussäen von Pflanzen aller möglichen Arten ganz einfach. Wer sich also etwas Zeit nimmt, schafft die besten Voraussetzungen für einen herrlichen Garten in den warmen Monaten.
Text: Daniel D. Eppe